menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

xxxx

25 0
24.06.2026

Es war ein Tag der Kontraste in Westminster: Am Montagvormittag verkündete Premierminister Keir Starmer vor der Downing Street 10 unter Tränen seinen Rücktritt als Parteichef. Nur wenige Stunden später feierten die Labour-Parlamentarier im Unterhaus frenetisch die Vereidigung von Andy Burnham zum Abgeordneten. „Er ist nicht der Messias!“, rief ein Konservativer spöttisch in den Plenarsaal. Burnham parierte: „Unartiger Junge.“ Das Unterhaus brach in Gelächter aus. Es war eine typische Reaktion des 56-Jährigen, der Wähler wie Parteikollegen mit seinem Charme einnimmt. Noch ist Burnham nicht Premierminister, doch die Dynamik des Machtwechsels, sie scheint kaum noch aufzuhalten zu sein.

Nachdem er am 18. Juni die Nachwahl im englischen Makerfield gewonnen hatte, war offensichtlich, dass er Starmer mit dem sogenannten Recht eines Abgeordneten herausfordern würde. Der Druck auf den historisch unbeliebten Premierminister – dem ziellose Kehrtwenden und das Fehlen eines klaren Plans vorgeworfen werden – wurde zu groß. Starmer also machte den Weg für einen Führungskampf frei. Weil Burnham, der beliebte Ex-Bürgermeister von Greater Manchester, derzeit keine Gegenkandidaten hat, könnte er bereits Mitte Juli neuer britischer Premier werden. Doch wer ist dieser........

© Südkurier