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Dachstuhlbrand am Ostermorgen: Feuerwehr rückt um 2 Uhr aus

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Die Freiwillige Feuerwehr Überlingen hat in der Nacht auf Ostersonntag ein Feuer in einem Dachstuhl in der Altstadt bekämpft. Gegen 2 Uhr wurde die Wehr alarmiert. Ein Küchenbrand im dritten Obergeschoss weitete sich schnell zu einem Dachstuhlbrand aus. Wie Feuerwehrkommandant Ludwig Ehing sagte, rückten fast 90 ehrenamtliche Kräfte aus. Das Feuer ist unter Kontrolle, die Wehr verhinderte eine Ausbreitung auf weitere Gebäude. Ein angrenzendes Hotel wurde in der Nacht evakuiert, die Gäste vorläufig im Badhotel untergebracht. Laut Polizei wurden eine 93-jährige und ein 28-jähriger Bewohner verletzt.

Ersthelfer und Polizei retten Bewohnerin

Feuerwehr-Sprecher Daniel Dillmann teilt dazu mit: „Der ersteintreffenden Polizeistreife gelang es, die Bewohnerin des Hauses gemeinsam mit einem benachbarten Ersthelfer aus der bereits in Vollbrand stehenden Wohnung zu retten.“ Sowohl der Ersthelfer als auch die Bewohnerin der Wohnung seien mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden.

Anrufer meldeten über den Notruf 112 einen Küchenbrand in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses. „Der Notrufmeldung zufolge sollten bereits Hausrauchwarnmelder in der betroffenen Wohnung ausgelöst haben“, so Feuerwehr-Sprecher Daniel Dillmann. Umgehend drangen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung in die Wohnung vor. Dabei erlitt ein Feuerwehrmann nach Angaben der Wehr Kreislaufprobleme, die von einem Arzt behandelt wurden.

Herausforderung in der eng bebauten Altstadt

Vor allem die enge und teilweise verwinkelte Bebauung der Altstadt stellt die Feuerwehr vor Herausforderungen. Das Feuer breitete sich rasch bis in die Zwischendecke des Dachgeschosses aus, weshalb die Dachhaut geöffnet werden musste, so die Feuerwehr in einem Pressebericht. Durch die umgehende Alarmierung und das schnelle und zielorientierte Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile oder gar Nachbarhäuser und damit größerer Schaden verhindert werden.

Vorsorglich wurden insgesamt 18 Personen aus umliegenden und dicht angrenzenden Häusern evakuiert und für die Dauer des Einsatzes durch Sanitätskräfte zunächst im nahegelegenen Kursaal betreut. Sie wurden durch die Stadtverwaltung für die restliche Nacht im Badhotel untergebracht.

Die Feuerwehr teilt außerdem mit: „Die Brandbekämpfung erfolgte über mehrere Trupps im Innenangriff und wurde durch zwei Drehleiterfahrzeuge über das Dach unterstützt. Insgesamt waren in der Spitze über 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 15 Fahrzeugen vor Ort. Neben der Feuerwehr waren auch 26 sanitätsdienstliche Einsatzkräfte von DRK und Johanniter sowie die Landespolizei in den Einsatz eingebunden. Ebenso machten sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer und Oberbürgermeister Jan Zeitler ein Bild der Lage vor Ort.“

Gegen 4.30 Uhr war der Brand laut Feuerwehr unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis gegen 8 Uhr hin. Die betroffene Wohnung sei vollständig ausgebrannt. Wegen der Gefahr herabstürzender Dachziegel ist die Grabenstraße zwischen Christophstraße und Jakob-Kessenring-Straße teils gesperrt. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag. Die Brandursache ist noch unbekannt. Das Polizeirevier führt die Ermittlungen.

Kommandant würdigt Ehrenamt

Die Feuerwehr war mit der Einsatzabteilung Stadt, dem Ausrückebereich Ost und der Bambergen im Abteilung Bambergen im Einsatz. Uhldingen-Mühlhofen unterstützte mit einer zweiten Drehleiter. Inklusive Sanitätsdienst waren 111 Freiwillige mit 24 Fahrzeugen vor Ort. Kommandant Ludwig Ehing ist mit dem Einsatz zufrieden und würdigt die ehrenamtlich erbrachte Arbeit. Gerade an so einem Feiertag, der eigentlich der Familie gewidmet werde, sei so ein Engagement nicht hoch genug einzuschätzen.

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