Personalsuche für Ganztagsbetreuung
Seit vielen Jahren hat die Gemeinde eine sehr gut funktionierende Ganztagsbetreuung für Schüler, die vom Nachbarschaftshilfeverein Miteinander-Füreinander organisiert und im Bürgersaal in der Bundschuhhalle in Herdwangen angeboten wird. Die Schüler aus Großschönach, die das Angebot nutzen, werden mit dem Bus abgeholt und nach Herdwangen gefahren. Ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 greift der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der zunächst für die Erstklässler gilt und sukzessive auf die restlichen Grundschulklassen ausgeweitet wird. Die Verwaltung hat sich viele Gedanken gemacht, wie der Rechtsanspruch umgesetzt werden kann und auch viele Gespräche mit den Mitgliedern des Vereins „Miteinander-Füreinander“ geführt. Dabei wurde klar, dass der Verein mit der aktuellen Personalausstattung die geforderten Zeitfenster nicht abdecken kann. Bereits in der Vergangenheit wurde vergeblich versucht, zusätzlich ehrenamtlich tätige Betreuungspersonen zu finden. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend erläuterte Bürgermeisterin Alexandra Kipp die Situation und präsentierte eine Lösung, die stufenweise umgesetzt werden soll. Der Betreuungsschlüssel wird auf zehn Schüler je Person festgelegt. Nach der aktuellen Rechtsgrundlage wären je Betreuungskraft sogar 15 Kinder vertretbar, was als unrealistisch abgelehnt wurde. Entsprechend dem Schlüssel 10/1 schlägt die Verwaltung vor, zwei Stellen für die Ganztagsbetreuung auszuschreiben, darunter eine Leiterstelle, die die Aktivitäten dann koordiniert. Nach Angaben von Kipp ist eine verbindliche Abfrage bei den Eltern von Kindergartenkindern und Grundschülern bezüglich des Bedarfs in Planung. „Welchen Umfang sollen die Stellen haben?“, fragte Patrick Blender. Dies sei noch nicht final entschieden, erklärte Rathauschefin Kipp. Sie berichtete, dass auch Vereinsmitglieder von Miteinander-Füreinander mit einer Anstellung als Betreuungskraft liebäugeln.
Betreuungskosten noch nicht festgelegt
„Wie hoch sind die Kosten der Betreuung?“, fragte Johannes Knott und verwies auf die SÜDKURIER-Berichterstattung über die Gebührenkalkulation, die der Gemeinderat Pfullendorf für die Ganztagsbetreuung beschlossen hat. Klar ist für ihn, dass dies für die Gemeinde kein riesen Zuschussgeschäft werden darf, das durch andere Bereiche „quersubventioniert“ werden muss. Vor einer Abfrage bei den Eltern müsste die Kostenfrage geklärt sein, stimmte ihm Erwin Knoll zu. „Der Gemeinderat muss über die Gebührenhöhe entscheiden“, erklärte Peter Atzenhofer, der daran erinnerte, dass Herdwangen-Schönach mit dem Ganztagesangebot vor einem Jahrzehnt ein Vorbildprojekt für die ganze Region entwickelte. Wichtig ist für ihn, dass man auch Synergieeffekte bei der Nutzung des Bürgersaals nutzt.
Stellenausschreibungen im April
Bezüglich der Kosten zitierte David Hegel aus Vorgaben des Bundes, dass diese „sozialverträglich sein müssen“. Letztlich gehe es in der Ratssitzung darum, mit entsprechenden Beschlüssen zu Betreuungsschlüssel und Stellenausschreibungen an ein Modell mit derzeit noch „einigen Variablen“ langsam heranzutasten, machte Bürgermeisterin Kipp deutlich. Die Ausschreibung für die zusätzlichen Stellen soll im April erfolgen. Bis dahin will man auch den tatsächlichen Bedarf für die Ganztagsbetreuung ermitteln und dann festlegen, wie viele Personen tatsächlich eingestellt werden, wobei der Gemeinderat über diese Personalien entscheiden wird. Einstimmig billigte der Gemeinderat die Beschlussvorschläge der Verwaltung.
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