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Vom Schwarzen Meer an den bunten Bodensee: Eine Dragqueen sorgt in Konstanz für Furore

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25.06.2026

„Vergesst bitte, dass ihr Deutsche seid.“ Mit diesem Satz starte Etherexia Flamer in ihre Show. Dann erkläre die Dragqueen, was für die Zeit mit ihr gelte: mehr schreien, mehr lachen, mehr klatschen, vor allem aber das machen, worauf man Lust hat. Das Publikum solle die „deutsche Angst“, also die Scheu, sich zum Ausdruck zu bringen, beiseitelegen und für ein paar Stunden abschalten und Spaß haben. Denn davon gebe es angesichts der vielen schlechten Nachrichten auf der Welt ohnehin zu wenig.

Auf der Bühne sei Etherexia laut, bunt und viel, obwohl sich ihr Name von Ruhe ableite. Hinter der Kunstfigur steht der 23-jährige Anatolii P. aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa, der sich nicht immer so zeigen konnte, wie er es gerne gewollt hätte. Seinen vollen Namen wolle er öffentlich nicht preisgeben – aus Angst vor Homophobie und Anfeindungen.

Seine Mutter nahm ihm die erste Lidschattenpalette weg

Die Menschen in der Millionenstadt am Schwarzen Meer beschreibt er als warmherzig und offen. Gleichzeitig sei er als Jugendlicher aber oft allein gewesen. Einen Rückzugsort habe er im Internet gefunden: Auf der Online-Plattform YouTube sieht er sich Videos über Make-up an. „Das war ein geschützter Raum für mich, das hatte ich daheim nicht“, erzählt der 23-Jährige. Mit etwa zwölf........

© Südkurier