„Nachfrage übersteigt unsere Kapazität“ - doch beim Tofu-Engpass ist Besserung in Sicht
Feuchtwarme Dampfbadluft schlägt einem entgegen. In riesigen Kesseln werden Sojabohnen eingeweicht, mit frischem Wasser vermahlen und auf über 100 Grad erhitzt. Gerinnungsmittel sorgen dafür, dass die gelbliche Suppe langsam zu dickem Brei wird. Eine Presse formt daraus quadratische Tofuwürfel, die zum Abkühlen ins Wasserbad plumpsen. Etwa 700.000 Packungen des pflanzlichen Lebensmittels aus Sojabohnen werden bei Taifun Tofu in Freiburg, dem Marktführer für Bio-Tofu in Europa, in der Woche produziert.
Für ein Unternehmen, das im Jahr 1985 damit startete, das pflanzliche Lebensmittel aus Sojabohnen in angemieteten Kellerräumen per Hand herzustellen und dann pro Woche vier Kilo davon frisch auf dem Markt verkaufte, sind diese 700 000 Packungen eine ganze Menge. Schaut man derzeit in die Kühlregale so mancher Supermärkte ist es jedoch viel zu wenig. „Tatsächlich übersteigt die Nachfrage seit einer Weile unsere Kapazitäten“, bestätigt Elias Hauguth, Sprecher bei Taifun-Tofu. Einige Produkte wie beispielsweise manche Tofu-Würste müssten derzeit pausieren, um die Produktionsmenge der anderen Artikel zu stabilisieren.
Taifun-Tofu erweitert Produktion in Freiburg deutlich
Bis zum Herbst jedoch plant Taifun-Tofu seine bisherige Produktionskapazität am Freiburger Standort um rund 50 Prozent zu erhöhen. Möglich ist das, weil erst im Jahr 2023 ein zweites Werk in Betrieb genommen worden war und die Mitarbeiterzahl inzwischen auf mehr als 300 angewachsen ist. „Primär........
