Was lesen die Konstanzer? Die Stadtbibliothek ist ein Spiegel der Gesellschaft
Früher Opernführer, heute BookTok-Bestseller. Was Menschen lesen, verändert sich mit der Zeit. Bei einem Rundgang erzählt Ulrike Horn, Leitung der Stadtbibliothek, was Besucherinnen und Besucher besonders gern lesen, aber auch, welche Bücher und Medien immer weniger werden.
Belletristik bleibt weiterhin beliebt bei den Lesern
Klassische Bücher sind weiterhin gefragt, besonders beliebt bleibt die Belletristik. Rund 12.000 Romane befinden sich im Untergeschoss, der überwiegende Teil deutschsprachig, aber auch einige fremdsprachige Titel stehen in den Regalen. Bei der Auswahl neuer Bücher spielt die Aktualität eine wichtige Rolle. Bei Buchreihen wie von Autorin Donna Leon sei ein neuer Band manchmal schon am Erscheinungstag selbst, spätestens aber ein bis zwei Tage später im Buchbestand.
Etwa 60 Prozent der Bücher bezieht die Stadtbibliothek über den örtlichen Buchhandel. Dass aktuelle Titel stark nachgefragt werden, zeigt ein Blick auf die Wartelisten. „Die Straße“ von Robert Seethaler, das erst Ende April 2026 erschien, ist derzeit am stärksten gefragt. Acht Vormerkungen gibt es, dreimal ist das Buch im Bestand. „Aber bei acht Vormerkungen und vier Wochen Ausleihe muss ich fast ein Jahr darauf warten“, erklärt Horn.
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