Schon gewusst? Einer der besten Ärzte Deutschlands operiert am Bodensee
Als der Radolfzeller Ekkehard Lautenbach zufällig die Ärzteliste des Sterns liest, fällt ihm direkt ein Name auf. Denn dort steht auch ein Konstanzer Arzt: Björn Gunnar Ochs. Er ist Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie Vincentius am Klinikum Konstanz. Am 24. Februar operierte er das rechte Knie des 78-Jährigen. „Ich war rundum zufrieden, auch mit der sehr menschlich wohltuenden Art von Professor Ochs“, erzählt Lautenbach nach der OP. Etwa habe der Chefarzt nach der Operation die Frau von Ekkehard Lautenbach angerufen und sie aufgeklärt, wie die Operation lief. Das sei nicht selbstverständlich, so der Radolfzeller.
Chefarzt operiert selbst rund 600 Patienten pro Jahr
Über die Auszeichnung freut sich auch Björn Gunnar Ochs. Die Listung im Stern ist für ihn aber keine Neuheit, das sei in den vergangenen Jahren ebenso wie im Magazin Focus immer wieder der Fall gewesen. „Aber ich habe das nicht mehr verfolgt und war dann auch überrascht, dass wir zu dem Zeitpunkt wieder im Stern gelistet sind“, sagt er. Umso mehr freut er sich über die positive Rückmeldung von Lautenbach: „Ich finde es auch extrem schön, dass sich ein Patient aufrafft, zu Ihnen Kontakt aufnimmt und was Positives berichtet“, sagt er. Seit 2019 arbeitet er am Klinikum Konstanz und operiert selbst jährlich zwischen 550 und 600 Patienten.
Für den Chefarzt ist es selbstverständlich, Angehörige nach einer Operation über den Verlauf zu informieren. „Man muss sich überlegen, wenn Sie Ihren Partner oder Ihr Kind hier im Krankenhaus abgeben, dann wissen Sie nicht mehr, was mit ihnen passiert.“ Von außen betrachtet vergehen Stunden, bis die Operation abgeschlossen ist. Deshalb rufen die Ärzte noch aus dem OP-Saal Angehörige an, um ihnen mitzuteilen, dass alles gut gegangen ist und auf welche Station der Patient kommt. „Das macht so viel Ruhe und Klarheit aus für die Angehörigen, dass wir mit einem Telefonat ganz viel emotionale Spannung rausnehmen können.“
Bei Ekkehard Lautenbach hat Björn Gunnar Ochs eine Knieprothese eingesetzt. Durch moderne Techniken, die sogenannte Navigation, wird seit einigen Jahren versucht, das individuelle Knie noch besser zu rekonstruieren. „In der Navigation kann man die Bewegungsdaten vom Patienten aufnehmen und in den Ablauf der Operation integrieren“, sagt Ochs. So kann das Maximale für den Patienten und sein Knie getan werden.
Rechercheunternehmen aus München erstellt die Listen für den Stern
In 101 Fachbereiche unterteilt, nennt der Stern in seiner Sonderausgabe 3588 Spezialisten. Doch wie werden die Ärzte ausgewählt? Dafür arbeitet der Stern mit Munich Inquire Media (MINQ) zusammen, einem Rechercheunternehmen aus München. Grundsätzlich kommen alle Fachärzte bei der Auswahl infrage. Diese erfolgt in einem mehrstufigen, unabhängigen Rechercheverfahren, erklärt Mirjam Bauer, Redaktionsleiterin MINQ, auf Nachfrage. „Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzte zu identifizieren, die in ihrem Fachgebiet besonders empfohlen werden und eine nachweislich hohe Expertise besitzen“, sagt sie.
Und wie ist der Konstanzer Arzt in der Liste gelandet? „Prof. Dr. med. Björn Gunnar Ochs aus Konstanz ist ein langjähriger MINQ-Spezialist“, sagt Mirjam Bauer. Seit 2019 werde der Arzt empfohlen und genieße vor allem in der Knieendoprothetik im Kollegenkreis eine hohe Reputation, also einen guten Ruf.
„Ein zusätzlich wichtiger Aspekt bei der Auswahl ist die Erfahrung eines Arztes“, sagt die Redaktionsleiterin. „Prof. Ochs verfügt schon aufgrund seiner vorherigen Tätigkeit als Leiter eines Endoprothesenzentrums der Maximalversorgung über eine große Expertise.“ Auch in der Fortbildung von Ärzten engagiert sich Björn Gunnar Ochs, leitet wissenschaftliche Tagungen und ist Vorsitz von Weiterbildungen zur Endoprothetik, so Mirjam Bauer.
Welcher Arzt es schließlich in die Liste schafft, liegt allein in den Händen der MINQ-Redakteure. Mindestens zu zweit wird die Entscheidung getroffen. Dabei werde versucht, alle Regionen abzubilden. „Die Ergebnisse zeigen aber, dass dies nicht immer möglich ist“, sagt Mirjam Bauer.
Kriterien für die Ärzteauswahl
Mehrere Kriterien bestimmen die Auswahl der Ärzte. Für die Erstellung der Ärzteliste werden laut Redaktionsleiterin Mirjam Bauer von MINQ andere Ärzte gefragt, wen sie bei bestimmten Erkrankungen empfehlen würden. Auch die Einschätzung von Fachkollegen, Kliniken, Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen spielt eine Rolle. Zudem werden wissenschaftliche Veröffentlichungen berücksichtigt, Zertifikate sowie Weiterbildungsbefugnisse. „Wo verfügbar, werden Fallzahlen, Spezialisierungen und besondere Schwerpunkte einbezogen beziehungsweise über den Online-Fragebogen, den jeder Arzt zugesendet bekommt, evaluiert“, so Mirjam Bauer. Und zuletzt könnten Patienteninformationen ein ergänzender Faktor sein.
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