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Trotz Gegenkandidatin: Kubicki neuer FDP-Chef

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30.05.2026

Um 14,35 Uhr hält die FDP für einen Moment den Atem an. Eigentlich geht es nur noch um die Frage, mit welchem Ergebnis Wolfgang Kubicki gleich zum Vorsitzenden gewählt wird, als ein Delegierter aufs Podium tritt und dem Parteitag in Berlin eine weitere Kandidatur ankündigt - die von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Partei, die wie keine andere auf die Kraft des Wettbewerbs vertraut, schlittert völlig unerwartet in einen solchen - auch wenn er nicht in einem zweiten Mannheim endet. Damals, 1995, hatte Oskar Lafontaine völlig überraschend SPD-Chef Rudolf Scharping herausgefordert und gewonnen. Es war, wenn man so will, die Mutter aller Kampfkandidaturen.

Wolfgang Kubicki ist an diesem Nachmittag zwar nur der designierte Vorsitzende, aber auch er braucht einen Augenblick, um den Angriff seiner alten Rivalin zu verdauen. Für seine Verhältnisse fast schon zurückhaltend, stellt er sich der neuen Situation. „Unser politischer Gegner steht außen und nicht innen“, warnt er. Am Ende setzt sich der 74-Jährige mit 59. Prozent gegen die 68-Jährige durch, die sich in ihrer Bewerbungsrede vor allem über den faulen Burgfrieden erregt, den er vor der Wahl mit dem nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Henning Höne geschlossen hat, der ursprünglich........

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