Rente mit 63: Zu früh, zu teuer – und unfair obendrein
Nach 45 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand: Kaum eine politische Entscheidung der vergangenen beiden Jahrzehnte ist so populär wie die Rente mit 63, die in Trippelschritten inzwischen zu einer Rente mit 64 Jahren und sechs Monaten geworden ist. Etwa 2,4 Millionen Menschen beziehen sie. Jährliche Kosten nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung: 9,5 Milliarden Euro, bezahlt vom Steuerzahler und der Solidargemeinschaft.
Dass sich Beschäftigte in einer alternden, über notorischen Fachkräftemangel klagenden Erwerbsgesellschaft nicht so früh aus dem Berufsleben verabschieden können, sollte in der Koalition eigentlich unstrittig sein. Ist es aber nicht. Nach weiten Teilen der SPD stellen auch reihenweise CDU-Politiker aus den neuen Bundesländern die Empfehlung der Rentenkommission infrage, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren wieder abzuschaffen. Sollten Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Vize Lars Klingbeil diesem Druck nachgeben, könnte sich........
