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„Die Probleme auf dem Balkan sind auch unsere“

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23.05.2026

Herr Schmidt. Sie haben fünf Jahre lang versucht, ein friedliches Zusammenleben von Bosniern, Kroaten und Serben in Bosnien-Herzegowina zu organisieren. Jetzt treten sie zurück. Hat Donald Trump Sie dazu gedrängt?

SCHMIDT: Was der amerikanische Präsident meint, weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, dass es enormen und überraschenden Druck aus den USA gegeben hat. Weil ich vermeiden wollte, dass die Institution des Hohen Repräsentanten durch diese Diskussion, deren Hintergründe mir nicht ganz klar sind, beschädigt wird, gehe ich jetzt etwas früher, als ich es mir vorgestellt hatte. Allerdings bedauern viele Institutionen und Personen, dass ich bei den Wahlen im Oktober voraussichtlich nicht mehr Verantwortung tragen kann. Mit meinem „Integritätspaket“ habe ich dafür gesorgt, dass der Wahlbetrug deutlich erschwert wird. Künftig muss sich jeder Wähler per Fingerabdruck identifizieren. Bisher konnte, wer es darauf angelegt hat, mit seinem Ausweis in zehn Wahllokalen auch zehnmal wählen. Ich hoffe, dass dieser Erfolg der Demokratie nun nicht unterminiert wird.

Das heißt, Sie hatten nicht für weitere fünf Jahre geplant?

SCHMIDT: Theo Waigel hat einmal gesagt, Regierungsjahre seien Hundejahre, ein solches Jahr zählt wie sieben normale Jahre. Und auch ein Sarajewo-Jahr zählt siebenfach. Um nicht missverstanden zu werden: Meine Frau und ich fühlen uns sehr wohl hier, aber es ist auch eine sehr anstrengende Zeit. Noch einmal fünf Jahre hatte ich nicht in meiner Lebensplanung.

Es heißt, sie hätten einem Pipeline-Projekt im Weg gestanden, das Investoren aus Trumps........

© Südkurier