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102.000 Euro sorgen für heftige Debatte – Gemeinderat fordert vollständige Aufklärung

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25.06.2026

Eine Nachforderung von mehr als 102.000 Euro für den katholischen Kindergarten St. Elisabeth entwickelt sich in Unterkirnach zum Politikum. Der SÜDKURIER berichtete darüber. Die jüngste Gemeinderatssitzung drehte sich nicht nur um die offene Nachforderung. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, wie transparent die Verwaltung den Gemeinderat über den Vorgang informiert hat. Entsprechend groß war das Interesse der Bevölkerung: Der Ratssaal war voll.

Die Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wurden – wie in der Geschäftsordnung vorgesehen – ausschließlich unter den Tagesordnungspunkten „Fragen und Anregungen von Einwohnern“ behandelt und nicht während der Beratung der einzelnen Tagesordnungspunkte.

„Es kann nicht sein, dass eine Forderung über 102.000 Euro nicht gebucht ist“, kritisierte der ehemalige Unternehmer Berthold Hettich. Er sehe darin nicht lediglich eine Verletzung der Berichtspflicht, sondern sprach sogar von einer „Bilanzfälschung“. Dafür erhielt er den ersten großen Applaus aus den Reihen der Zuhörer.

Warum die Forderung nicht verbucht wurde

Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer erläuterte, dass die Abrechnung für das Kindergartenjahr 2024 am 15. April 2025 eingegangen sei und eine Nachzahlung von rund 102.000 Euro ergeben habe. Nach Rücksprache mit der Kommunalaufsicht habe die Gemeinde die Möglichkeit gehabt, freiwillig eine Rückstellung zu bilden. „Das Landratsamt hat uns freigestellt, eine Rückstellung zu bilden oder den Betrag erst in dem Ergebnishaushalt zu buchen, in dem er tatsächlich bezahlt wird“, erklärte der Kämmerer.

Ein Großteil der........

© Südkurier