Blasorchester erfüllt Wünsche des Publikums
Der Musikverein Denkingen, mit seinem alten und wieder neuen Dirigenten Jürgen Gitschier, ließ dieses Mal die Zuhörer entscheiden, welche Titel gespielt wurden. Bereits Wochen zuvor konnten die Musikfreunde per Online-Abstimmung ihre Wunschtitel wählen, die sie beim Jahreskonzert hören wollten. Mit einer kleinen Spende für ihre Wünsche konnte der Musikverein auf diese Art seine Vereinsfahnen-Restaurierung leichter finanzieren. Doch vor dem Wunschkonzert war zunächst die Jugendkapelle BUDE an der Reihe.
Dabei führten Emma Stecher und Paulina Münst als Ansagerinnen und Reiseführerinnen das Publikum mit einer musikalischen Reise durch das Weltall. Mit den drei Titeln „Mars“, „How To Train Your Dragon“ und „All in“ zeigten die Jungmusiker eine klasse Leistung. Das sah auch Anton Böll vom Blasmusikverband so und sagte: „Sehr gut, nochmals eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr.“ Bei der Zugabe der Kapelle heimste Christian Willer bei seinem Solo auf dem Amboss einen Sonderapplaus des Publikums ein.
Nach einer kurzen Umbaupause starteten dann die aktiven Musiker mit ihrem Dirigenten Jürgen Gitschier und der Ansagerin Lea-Sophie Schwägler in den Konzertabend. Während einige Musiker bereits auf der Bühne Platz genommen hatten, spielten diese zum Einmarsch der weiteren Musiker den Titel „Children of Sanchez“. Nach dem Konzertmarsch „Sympatria“ stand dann die „Annen-Polka“, eine der beliebtesten Polkas der Wiener Tanzmusik, auf dem Programm. Ein Medley der schönsten Filmmelodien aus Chaplins Stummfilmen verlangte dann den Denkinger Musikern einiges ab. Man konnte als Zuhörer meinen, die Trippelschritte des Komikers direkt vor sich zu sehen. „Das war ein ganz schöner Brocken für die Kapelle, aber sie haben das toll gespielt“, meinte Stadtmusikdirektor Fabian Göggel.
Mit dem Stück „Nessaja“ aus Tabaluga hatte dann Alexander Weinert seinen ganz großen Auftritt. Seinem Gesangsolo folgte ein lautstarker Beifall des begeisterten Publikums. Doch ihm war nur eine kurze Pause vergönnt. Mit dem Titel „Im weißen Rössl“ trat er als Ober zu einem weiteren Gesangssolo auf.
Auf dieses Stück hatte bereits Lea-Sophie Schwägler das Publikum mit ihrer gesungenen Strophe „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ bestens eingestimmt.
Weitere tolle Soli boten Klaus Stecher am Tenorhorn und Mira Bach am Saxofon beim Titel „The Story“. Bei der „Südböhmischen Polka“ war Jürgen Gitschier so richtig in seinem Element. Da unterstützte er seine vier Musiker gern beim Auftritt mit den Kunststoffrohren.
Die meistgewünschten Titel
Vor dem Jahreskonzert des Musikvereins Denkingen konnten die Fans über das Programm abstimmen. Ein Musikwunsch war verbunden mit einer kleinen Spende, deren Erlös zur Restaurierung der Vereinsfahne diente. Bei der Abstimmung wurden fast 100 Musikwünsche eingereicht. Das Abstimmungsergebnis der Spitzenreiter im Einzelnen: 1. Nessaja; 2. The Story; 3. Charles Chaplin; 4. 80er Kult(tour); 5. Im weißen Rössl; 6. Südböhmische Polka.
Ein Medley „80er Kult(tour)“ beendete einen bunten Blasmusikabend. „Wollt ihr noch eins?“, kam dann die Frage des Dirigenten. Das Publikum war sich einig und es folgte, wie kann es anders sein, eine weitere Polka. Doch das war nicht irgendeine Polka, sondern die Polka „Moment einmal“ aus der Feder des Dirigenten, die er „endlich“ vor zwei Wochen fertig geschrieben hatte, stammte.
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