König Charles bis Klee: Gäste bei „Live im Luv“ diskutieren über richtigen Umgang mit Böden
Gold zählt zu den klassischen Bodenschätzen. Die Erde bringt es hervor, wie sie Wasser, Pilze oder Lebewesen hervorbringt. Der auffällige Goldring von Bernhard Markgraf von Baden, den er an seiner linken Hand trägt, ist aus derselben Erde wie sie der Bio-Landwirt Simon Hack noch an den Händen hat. Was einen guten Boden ausmacht und wie man ihn verantwortungsvoll pflegt, diskutierten die beiden, ergänzt von Agrarökonomin Nicola Gindele, bei der vierten Ausgabe von „Live im Luv“.
Leidenschaft und Irrsinn
Auf den ersten Blick haben der Markgraf und Simon Hack wenig gemeinsam. Der eine als Verwalter von 50 Quadratkilometer Land, immerhin 5000 Hektar, wäre Verwalter der drittgrößte Gemarkung im Bodenseegebiet, wie Bernhard von Baden über sich sagt. Hack bewirtschaftet dagegen mit seinem Betrieb einen Bruchteil davon: 40 Hektar, also 0,4 Quadratkilometer. Doch beide tragen Verantwortung für ihre Böden. Während das Haus von Baden die Liegenschaften in ihrem Besitz vererbt, ist der heute 24-jährige Hack weder mit Land noch mit Hof in seinen Beruf gestartet. Dass er überhaupt in die Landwirtschaft kam, verdanke er seiner Leidenschaft und „einer ganzen Menge Irrsinn“, sagt er. Sich dann für den Bio-Landbau zu entscheiden, sei vornherein klar. Es sei nachhaltiger und ehrlicher.
Der Markgraf von Baden hat als Cousin zweiten Grades des britischen Königs Charles III. einen Pionier des Bio-Landbaus in der Familie. Verlacht worden sei er für seine ökologischen Ambitionen – „heute sehen wir, dass es richtig war“, so der Markgraf, der dem Vorbild des britischen Königs gefolgt ist, und sämtliche Ackerflächen, die........
