Muettersprochgsellschaft setzt auf Folkrock: Autohaus als Bühne für Konzert im alemannischen Dialekt
Auf Einladung der Muettersproch-Gsellschaft Hegau kommt das Musiker-Trio Goschehobel nach Singen. Die Band präsentiert seit über 40 Jahren „Folkrock uff Alemannisch“ und beweist damit, dass Musik eine universelle Sprache ist, die Menschen verbindet. Gründungsmitglied Ebi Jäckle erzählt über die Anfänge der Band und was für ihn Dialekt bedeutet.
Ein Querschnitt aus neun Alben
Herr Jäckle, was bedeutet es für Sie, Dialekt zu sprechen?
EBERHARD JÄCKLE: Ich komme aus Hausach im Ortenaukreis, und dort war der Dialekt einfach allgemein üblich. Für mich ist es eine gewachsene Sprache, etwas Natürliches, das zu meiner Identität gehört.
Wie sind Sie vor über 40 Jahren auf die Idee gekommen, Folkrock auf Alemannisch zu machen?
EBERHARD JÄCKLE: Mein Musiker-Kollege und Freund Urban und ich kennen uns seit der Schulzeit. Wir wollten zusammen Musik machen, haben anfangs einfach Songs nachgespielt, auf Englisch und Deutsch. Irgendwann haben wir angefangen, eigene Texte zu schreiben. Da wurde schnell klar, dass uns das in der Mundart viel leichter fällt. Gerade wenn es darum geht, Gefühle auszudrücken, habe ich im Dialekt weniger Hemmungen. Auf Hochdeutsch kann etwas schnell gestelzt oder gar kitschig wirken, während Mundart direkter und ehrlicher klingt. Der eigentliche Anstoß kam dann durch eine Zeitungskritik. Wir hatten damals einen Auftritt in Rottweil mit einem noch sehr überschaubaren Repertoire. Als Zugabe spielten wir einen........
