Hilft eine autofreie Oberstadt? Die Hauptstraße wird im Frühjahr 2027 zeitweise gesperrt
Das Vorhaben ist umstritten, das merkte man in der jüngsten Gemeinderatssitzung einmal mehr: die Sperrung der Hauptstraße in der Oberstadt für den Autoverkehr. Und das, obwohl es in der Sitzung lediglich um eine dreimonatige Testphase ging, mit der die Folgen einer solchen Maßnahme getestet werden sollen. Am Ende stimmte das Gremium dem entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung zwar zu. Einige Räte waren jedoch dagegen, manche wünschten sich stattdessen Alternativen - und auch aus dem Zuschauerbereich wurden Zweifel lautstark deutlich gemacht.
Die Entscheidung ist das vorläufige Ergebnis einer inzwischen jahrelangen Evaluation, wie man die Stockacher Oberstadt belebter und attraktiver machen kann. Auf diesem Weg war zunächst im Jahr 2023 die Umgestaltung der Oberstadt in der Variante „Grünes Band und grüne Stadt“ beschlossen worden, die unter anderem eine weitgehend autofreie Oberstadt vorsah. Im Rahmen der Innenstadtberatung, die den Handel und die Gastronomie mit ins Boot holte, sowie durch die Bürgerbeteiligung „Zukunft Innenstadt“ im Honold-Haus zeigte sich jedoch: Neben Begrünung und Aufenthaltsqualität treiben besonders die Händler auch Stellplatzangebote und die Erreichbarkeit ihrer Geschäfte um.
Der Kompromiss: Hauptstraße zu, restliche Straße befahrbar
Die Folge: Die Verwaltung plädiert nun dafür, die Folgen von Verkehrseinschränkungen zunächst einmal in einer auf drei Monate begrenzten und ausdrücklich ergebnisoffenen Testphase zu evaluieren, um den Chancen und Risiken sowie den Bedenken und Sorgen aller Beteiligten gerechter zu werden. Außerdem soll lediglich die Hauptstraße vom Alten Forstamt........
