Zu wenige Anrufe: Steht Patrick Romer vor dem Dschungel-Aus?
Patrick Romer aus dem Konstanzer Vorort Dingelsdorf kämpft bei der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ um die Dschungelkrone. Der TV-Bauer vom Bodensee bringt reichlich Reality-TV-Erfahrung mit nach Australien und war bereits bei „Bauer sucht Frau“, dem „Sommerhaus der Stars“ und bei „Das große Promi-Büßen“ zu sehen. Entsprechend gute Chancen werden ihm eingeräumt. Doch kann Patrick Romer den Titel des Dschungelkönigs wirklich an den Bodensee bringen und sich gegen namhafte Konkurrenz wie Gil Ofarim oder Simone Ballack durchsetzen?
Wie sich der Konstanzer Landwirt im australischen Dschungel schlägt, können Sie hier mitverfolgen:
3 von 12 Kandidaten hatten das RTL-Dschungelcamp bis Sonntagabend verlassen – Nicole Belstler-Boettcher, Umut Tekin und Mirja du Mont –, bevor erst am Dienstagabend schließlich ein weiterer gehen musste. Nach dem vierten Vielleicht traf es dieses Mal Schauspieler Stephen Dürr. Patrick Romer, der am Vortag ebenfalls gewackelt und anschließend klar gemacht hatte: „Ich will nicht gehen, ich will hierbleiben!“, darf noch mindestens einen Tag bleiben.
Und sonst? Alle haben ihre Belastungsgrenze erreicht, die Luft ist raus, die Stimmung gedrückt, die Zeit vergeht zu langsam, das Essen schmeckt nicht, es ist kalt, die Gespräche am Lagerfeuer drehen sich um die immer gleichen Themen. Wenigstens Patrick Romer zeigte am 12. Dschungeltag hin und wieder einen Anflug guter Laune, pfiff und sang und gab zu Protokoll, er habe immer noch „Bock, das Spiel zu spielen“. Auf Hardy Krügers „Rentnerbänkle“, wie der Konstanzer es nannte, kam er wieder mit dem Schauspieler ins Gespräch. Ariels Vorwurf, Krüger biete dem Camp keinen Mehrwert, weil er den lieben langen Tag nichts tue, wollte Romer nicht auf seinem Kumpel sitzen lassen, schließlich tue der doch so einiges: „Der geht abspülen, der macht das Klo sauber, der kocht Wasser, der holt Holz.“
Neben tiefgehenden Gesprächen und einem „Wahrheit oder Pflicht“-Spiel, in dem wir gelernt haben, dass Romer laut eigener Aussage zweimal fremdgegangen ist und durchaus auch mal mit seiner Freundin Pornos anschaut, mussten die Camper einen Schockmoment verkraften: Gil Ofarim hatte bei der Dschungelprüfung einen Unfall und wurde sicherheitshalber im Krankenhaus auf Herz und Nieren durchgecheckt. Ergebnis: alles gut. Er durfte zurück ins Camp. Sterne gab’s bei der abgebrochenen Prüfung nicht, Essen trotzdem.
Die Zuschauer von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ wissen: In Staffel 19 werden Ariel sei Dank die wichtigsten Themen jeden Tag wiedergekäut. Neben ihrer Obsession für die Verfehlungen von Gil Ofarim („Ich werde nicht totschweigen, was er getan hat.“) hat sich die Baslerin seit Tag 8 an Eva Benetatou und Patrick Romer festgebissen, zwischen denen sie zu viel Nähe sieht. Nachdem das vor aller Ohren angesprochen worden war, forderte Romer (von Ariel später am Lagerfeuer voller Überzeugung als „Idiot“ bezeichnet) Distanz von Benetatou, um seiner Liebsten („Dafür liebe ich Annelie einfach zu sehr!“) auch nicht das kleinste Verdachtsmoment zu geben. Seine Reality-TV-Kollegin tat sich sichtlich schwer mit der Abfuhr und suchte auch am Montag wieder seine Nähe, woraufhin Patrick Romer – für Moderatorin Sonja Zietlow erklärter Favorit auf die Krone – abblockte: „Ich habe einfach keine Lust auf Ärger zu Hause!“
Ablenkung gab’s in der Dschungelprüfung „Die WEH C-Promis“, von RTL vielversprechend als Fäkal-Festspiele beschrieben. Romer durfte ran – mit Hubert Fella, Simone Ballack und Hardy Krüger. Die Dschungelcamper nahmen in engen Toilettenkabinen Platz, wühlten aus den mit braunem Schleim aus Abfällen randvoll gefüllten Schüsseln Werkzeuge, um Sterne von einer Stange zu lösen, während es Dschungelgetier (vom Mehlwurm bis zur Riesenkakerlake) und Dschungelschleim regnete. In neun Minuten wären neun Sterne möglich gewesen, es wurden drei. Besser als nichts, aber deutlich weniger als möglich.
Nachdem bereits drei Kandidaten das Camp verlassen mussten, ist den verbliebenen Anwärtern auf die Dschungelkrone eine kurze Verschnaufpause vergönnt: Mindestens einen Tag lang dürfen sie alle noch bleiben, erst am Dienstag muss wieder jemand gehen. Oder dann vielleicht sogar zwei? Auf der Abschussliste mit zu wenigen Anrufen standen am Montagabend Stephen Dürr und - ganz überraschend - Patrick Romer, der vorher noch laut darüber nachgedacht hatte, was er mit der Siegprämie anfangen würde. Spoiler: Tiere für seinen Hof kaufen. Damit er nicht bald aus dem Rennen ist, heißt es für seine Fans: fleißig anrufen!
Tag zehn fing an mit einer skurrilen Diskussion zwischen Patrick Romer und Ariel. Die Baslerin warf dem Konstanzer vor, zu viel Zeit mit Eva Benetatou zu verbringen – und dabei Grenzen zu überschreiten. „Ihr flirtet den ganzen Tag miteinander. Deine arme Freundin. Wenn hier keine Kameras wären, hätten die schon längst gebumst“, sagte die 22-Jährige beispielsweise. Patrick Romers Reaktion auf diese Vorwürfe? So ruhig und besonnen, wie der Mann aus Dingelsdorf reagierte, verdient er den Friedensnobelpreis, wenn nicht sogar den FIFA-Friedenspreis, der schon US-Präsident Donald Trump verliehen wurde. „Ich liebe Annelie, nichts geht über sie“, so Romer im Brustton der Überzeugung. Dieser Tage plant der 30-Jährige laut unbestätigter Gerüchte sogar einen medienwirksamen Heiratsantrag – wieso sollte er dann im australischen Dschungel seine Zukunft aufs Spiel setzen?
Hardy Krüger Junior und Gil Ofarim waren ebenfalls sichtlich entsetzt angesichts der Vorwürfe von Ariel – Stephen Dürr hingegen wollte beobachtet haben, dass Eva Benetatou auf Patrick Romer stehen würde, er jedoch nicht auf sie. Das hörte sich irgendwie an wie im Kindergarten. Sogar die Moderatoren sahen sich genötigt, dem Mann vom Bodensee zur Seite zu springen: „Liebe Annelie, da war nichts.“
Beim Jingle vor den Werbepausen, währenddessen die Kandidaten bei den Zuschauern Werbung für sich selbst machen dürfen, ist Patrick Romer jedenfalls der Einfallsreichste und legt einen 1a-Sitztanz hin. Ob das erneut reichen würde, um mindestens einen weiteren Tag im Camp bleiben zu dürfen?
Die Reklame in eigener Sache schien geholfen zu haben, Patrick Romer erhielt einmal mehr die frohe Botschaft: Du bleibst! Doch wer musste raus am späten Sonntagabend? Die Antwort: Mirja du Mont. Wobei sich bei der Schauspielerin der Eindruck aufdrängte, dass sowieso niemand wusste, dass sie überhaupt dabei war. So oder so: Der Konstanzer Dschungel-Traum lebt weiter!
Patrick Romer musste ran: Zum ersten Mal seit neun Tagen trat nicht die Baslerin Ariel zur Dschungelprüfung an, sondern der Konstanzer TV-Bauer und seine fünf Mit-Kandidaten Samira Yavuz, der Ravensburger Umut Tekin, Stephen Dürr, Mirja Du Mont und Simone Ballack. Kurz davor geriet er mit Stephen Dürr aneinander, der an Tag 8 im Dschungelcamp fast vor dem Rauswurf stand. Romer schenkte ihm reinen Wein ein: „Stephen Dürr kommt hier nicht gut an. In anderen Formaten hatte er auch keine so große Fanbase. Den schwarzen Humor mag nicht jeder.“ Ob er damit Recht behalten sollte?
In der Prüfung ging es jedenfalls um gute Kommunikation: Aufgereiht wie Hühner auf ihrer Stange mussten die TV-Sternchen gemeinsam ein Puzzle lösen. Dabei wurden sie natürlich, ganz nach gewohnter Dschungel-Manier, von Kakerlaken und Mehlwürmern überschüttet. Während seine Mit-Kandidaten wild durcheinander schrien, sagte Romer keinen Mucks: Seine volle Konzentration war auf das Puzzeln gerichtet. Einen Stern holte er damit nicht.
Dafür stiefelte er mit Eva Benetatou zum Bad im Weiher. Spontan stimmte sie ein Ständchen an, und das Bad wurde zur Musical-Nummer, wie man sie sonst nur aus Disney-Filmen kennt. „Der........
