menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Verbot im Inland, Alltag im Ausland: Die Widersprüche der Leihmutterschaft

20 0
21.07.2026

Politisch scheint das Thema für Bundeskanzler Friedrich Merz ausgestanden: Am 29. Juli soll ein neuer Fraktionschef ernannt werden, danach geht der politische Betrieb in Berlin endgültig in die Sommerpause. Doch gesellschaftlich ist die Debatte noch längst nicht beendet: Die Diskussion über den Umgang mit Leihmutterschaften geht inzwischen über den Fall Jens Spahn hinaus. Kaum eine Form der modernen Reproduktionsmedizin ist so umstritten. Doch führende Ethik-Experten fordern genau deshalb eine offene Auseinandersetzung. Aus ihrer Sicht ist der Umgang mit dem Thema Leihmutterschaft zumindest zwiespältig. „Im Inland verbieten wir einerseits nicht nur die Leihmutterschaft, sondern auch die Eizellenspende, andererseits tolerieren wir sehr großzügig, dass Frauen und Paare ins Ausland gehen, um auf diese Weise ihren Kinderwunsch zu erfüllen“, sagt Helmut Frister, Vorsitzender des Ethikrates, im Interview mit dem Deutschlandfunk. „Damit verlagert unsere Gesellschaft das Problem ins Ausland.“

Aktuell gehen viele Paare, die sich ein Kind wünschen, den Weg über das Internet. Hier vermitteln Agenturen Frauen, die bereit sind, ein Baby auszutragen. Unter anderem in einigen US-Bundesstaaten, aber auch in der Ukraine, ist dies möglich. Die Kosten sind sehr unterschiedlich.........

© Südkurier