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Spahn und die Leimutterschafft: Ein Widerspruch, der nicht auszuhalten war

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19.07.2026

Es waren nur wenige Tage. Doch sie haben gezeigt, wie widersprüchlich das Leben und vor allem die Politik sein können. Da stellt sich einer der mächtigsten Politiker, die dieses Land hervorgebracht hat, über das von ihm selbst maßgeblich geprägte Gesetz und wird von einer Welle der Kritik regelrecht aus dem Amt gespült. Die Demokratie war diesmal stärker als alles Beharrungsvermögen, das der Berliner Betrieb sonst in der Lage ist aufzubieten. Und gleichzeitig liegt im Fall Spahn auch eine gewisse Tragik: Ausgerechnet in dem Moment, in dem der Machtmensch die Kontrolle über seine Vernunft abgegeben hat und seinen Gefühlen gefolgt ist, stürzt er über sich selbst. Auch wer Jens Spahn politisch nicht nahesteht, sollte sich deshalb in diesem Moment davor hüten, mit Häme auf die Entwicklung der letzten Tage zu blicken.

Und doch war sein Rücktritt als Fraktionschef unausweichlich. Er hat mit seinem Verhalten nicht nur seiner eigenen Partei, sondern der Politik insgesamt geschadet. Denn Spahn spielte mit dem höchsten Gut: der........

© Südkurier