Migration nach Ceuta: Trägt Spaniens Asylpolitik eine Mitschuld?
Es ist nicht das erste Mal, dass sich der deutsche Europapolitiker Manfred Weber mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez anlegt. Hier der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), der zuletzt mit einem strikt konservativen Kurs aufgefallen war. Dort der Sozialist Sánchez, einer der letzten Linken an der Spitze eines großen europäischen Landes und damit Leit- und Reizfigur zugleich. Auch diesmal ist es Weber, der besonders kritische Worte für den Spanier findet. Seit Tagen ringt die EU mit der Flüchtlingskrise von Ceuta. Und für den EVP-Chef ist der Schuldige klar: Sánchez und dessen Migrationspolitik. „Spanien muss seinen Kurs ändern“, fordert der Niederbayer via Bild-Zeitung. Die breite Unterstützung des Protests gegen die Regierung des spanischen Premiers würde belegen, dass „die linke Sánchez-Regierung isoliert“ sei. Webers wohl heftigster Vorwurf: „Ceuta zeigt uns auch, dass eine ungesteuerte Zuwanderung auch die Zahl der Todesopfer erhöht. Niemand hätte hier sterben müssen.“
Worauf der CSU-Mann anspielt, ist Spaniens Asylpolitik. Weber sieht sie als einen Auslöser für den Ansturm Zehntausender auf Ceuta. Erst im April hatte die Regierung in Madrid beschlossen, dass im........
