Manuela Schwesig: Die Frau, die der SPD den Kurs zeigen will
Zum Jubeln war Manuela Schwesig an diesem Wahlabend nicht zumute. Zu groß war die Hoffnung, dass es ihr doch noch gelingen könnte, die AfD in Mecklenburg-Vorpommern abzuhängen. Am Ende schaffte sie es nur auf Platz zwei. Doch eines strahlte die Ministerpräsidentin dann doch aus: Die Gewissheit, dass dieser Tag auch für ihre eigene Partei ein Einschnitt ist. „Wir haben im Wahlkampf das gemacht, was notwendig war – Wahlkampf heißt Kampf und nicht Spaziergang“, sagte die SPD-Politikerin am Montag selbstbewusst. Mit 35 Prozent der Stimmen hat sie einen Erfolg erzielt, der für die Sozialdemokraten alles andere als selbstverständlich ist. Selbst für Schwesig nicht. Noch vor einem Jahr sagten Umfragen ihr gerade einmal 19 Prozent voraus. Dass sie aufholen konnte, schreibt Schwesig ihren Themen zu: Sie gilt als Kümmerin, hatte sich offensiv gegen Reformen positioniert, die ihre Partei auf Bundesebene mittragen wollte. Kaum jemand zweifelt aktuell daran, dass die 52-Jährige ab sofort maßgeblichen Einfluss auf die Politik der........
