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Der AfD-Komödiant – wie sich der Kabarettist Uwe Steimle radikalisiert hat

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16.07.2026

Die Geschichte von Uwe Steimle ist die Geschichte einer Entfremdung von seinem zweiten Land, der Bundesrepublik Deutschland. Sein erstes war die DDR. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den früheren Polizeiruf 110-Kommissar wegen der Androhung von Straftaten.

Bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung in Dessau-Roßlau hatte er gegen den Kanzler geätzt. „Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?“ Claus Graf Schenk von Stauffenberg war einer der Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944.

Steimle stimmt die DDR-Hymne an

Der böse Vergleich war nicht das einzige, mit dem Steimle in Dessau-Roßlau irritierte. AfD-Chef Tino Chrupalla fordert ihn am Ende des Wahlkampfauftritts dazu auf, die Nationalhymne anzustimmen. „Uwe, du stimmst jetzt mal die deutsche Nationalhymne an. Kennst du die?“, fragte Chrupalla. Steimle intonierte dann eine andere deutsche Nationalhymne. „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt“. Chrupalla ist davon genauso überrumpelt wie der AfD-Spitzenkandidat in........

© Südkurier