Saisonstart am Bodensee: Was der Zeppelin 2026 bietet
Am Himmel ist er derzeit zwar wetterbedingt kaum zu sehen, dabei ist der Zeppelin bereits in die neue Saison gestartet. Seit dem 20. März hebt das Luftschiff wieder regelmäßig mit seinen Passagieren ab, wie die Deutsche Zeppelin Reederei mitteilt.
Dass aktuell nur selten ein Zeppelin zu sehen ist, liegt vor allem am wechselhaften Wetter. Für die Flüge gelten bestimmte Bedingungen: Geflogen wird nur bei ausreichender Sicht. Starker Wind, Regen, Schnee oder Gewitter können den Start verhindern. Derzeit bleiben die Zeppeline also am Boden, informiert die Reederei auf ihrer Internetseite. Der nächste Flug nach Bregenz steht für Donnerstagvormittag, 2. April, auf dem Plan – und ist nahezu ausgebucht.
Mit dem Saisonstart hat die Deutsche Zeppelin Reederei den Betrieb für 2026 aufgenommen. Geflogen wird ab Friedrichshafen, im Mai startet dann auch die Saison am Standort Essen/Mülheim. Von hier aus hebt das Luftschiff regelmäßig zu Rundflügen über das Ruhrgebiet ab. In diesem Jahr geht der Zeppelin erneut auf Deutschland-Tour und taucht so in Regionen auf, die sonst nicht auf dem Flugplan stehen. Stationen sind unter anderem München, Köln/Bonn und Frankfurt am Main.
Mit dem Luftschiff ab Friedrichshafen: Elf Flugrouten über den Bodensee
Ab Friedrichshafen werden elf verschiedene Flugrouten angeboten. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr zwischen 10 und 70 Euro teurer geworden. Der Einstiegspreis liegt in diesem Jahr bei 350 Euro für einen halbstündigen Flug über Friedrichshafen. Für 530 Euro gibt es 45-minütige Flüge, die unter anderem über Ravensburg, Meersburg oder Lindau führen.
Wer eine Stunde in der Luft verbringen möchte, kann Ziele wie die Insel Mainau, Bregenz oder das Schweizer Bodenseeufer für 660 Euro erleben. Längere Touren von 90 Minuten in Richtung Dornbirn oder Radolfzell kosten 890 Euro. Die umfangreichsten Flüge mit einer Dauer von zwei Stunden führen einmal rund um den Bodensee oder alternativ bis zum Rheinfall nach Schaffhausen. Der Preis dafür liegt bei 1190 Euro.
Zeppelin-Einblicke auch am Boden möglich
Seit dem vergangenen Jahr ist zudem ein weiterer, neuer Zeppelin NT am Himmel über dem Bodensee unterwegs. Das neue Luftschiff entstand durch die Zusammenarbeit mit dem Europa-Park und fällt durch sein auffälliges Design sofort ins Auge. Der Zeppelin ist baugleich zu seinen Vorgängern, lediglich das Design der Gondel unterscheidet sich. Rund 16 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Am Bodensee sind zwei Zeppeline stationiert, ein weiterer Zeppelin zieht im Ruhrgebiet seine Runden.
Wer selbst nicht mitfliegen möchte, kann sich den Zeppelin bei einer Besichtigung der Werft in Friedrichshafen auch am Boden genauer anschauen. Besucher erhalten hier einen Einblick in den Bau, die Technik und Wartung des Luftschiffs. Ein besonderer Höhepunkt ist laut Reederei das „Captain‘s Dinner“: Bei einem Hangar-Rundgang und 3-Gänge-Menü im dazugehörigen Restaurant erhalten Besucher einen exklusiven Einblick in den Arbeitsalltag der Zeppelin-Piloten.
Fliegen oder fahren – was stimmt?
Ob ein Zeppelin fliegt oder fährt, sorgt immer wieder für Verwirrung. Bei der Vorstellung des neuen Zeppelin NTs im vergangenen Jahr verwies der Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik Eckhard Breuer auf den Slogan der Reederei: „Die schönste Art zu fliegen.“ Wie die Deutsche Zeppelin-Reeder auf ihrer Internetseite erklärt, startet das Luftschiff mit einer Schwere von rund 350 Kilogramm und gilt damit als schwerer als Luft. Ein Heißluftballon hingegen sei leichter als Luft und fahre deshalb. Der Zeppelin hingegen benötigt seine drei Triebwerke, um aufzusteigen. Daher spricht man hier vom Fliegen und nicht vom Fahren.
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