Fall Collien Fernandes: Deutschland plant strengere Gesetze gegen gefälschte Pornobilder
Die Debatte über digitale Gewalt hat in den vergangenen Tagen deutlich an Fahrt aufgenommen. Auslöser ist der Fall der Moderatorin Collien Fernandes, die ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorwirft, gefälschte pornografische Inhalte von ihr verbreitet zu haben. Tausende Menschen demonstrierten deshalb am Wochenende in Berlin gegen sexualisierte Gewalt im Internet, weitere Demonstrationen sollen folgen. Außerdem haben Frauenrechtlerinnen eine Petition an die Bundesregierung gerichtet. Der Tenor: Schützt Frauen endlich.
Im Zentrum stehen sogenannte Deepfakes: Mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellte Bilder oder Videos, die real wirken, aber manipuliert sind. Besonders häufig handelt es sich um sexualisierte Inhalte, bei denen Gesichter realer Personen in bestehendes Material eingefügt werden. Die technische Entwicklung führt dazu, dass solche Inhalte einfacher und schneller erstellt und verbreitet werden können. Für Betroffene ist das belastend, da sich Inhalte nur schwer aus dem Internet zurückholen lassen.
Bei digitaler Manipulation gibt es bislang eine Gesetzeslücke
Nach Einschätzung des Bundesjustizministeriums sind diese Formen digitaler Manipulation bislang unzureichend vom Strafrecht........
