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Ex-Chef blickt zurück: Warum Claus-Dieter Wehr im Flughafen einen „Juwel“ sieht

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23.06.2026

Herr Wehr, wenn Sie auf elf Jahre als Chef des Flughafens zurückblicken, auf welchen Moment sind Sie am meisten stolz?

CLAUS-DIETER WEHR: Es ist kein einzelner Moment, sondern eine Qualität – die des Flughafens und vor allem seiner Mitarbeiter. Wir haben nie aufgegeben, egal welche Herausforderung kam. Ich habe das gegenüber dem Team immer als „Stehaufmännchen-Qualität“ bezeichnet. Wir haben nie den Mut verloren, sondern uns immer auf Lösungen konzentriert. Das halte ich gerade bei einem Regionalflughafen für ganz entscheidend.

Die letzten Jahre waren von Krisen geprägt: Airlines haben sich zurückgezogen, Corona-Folgen, wachsender wirtschaftlicher Druck. War der Flughafen Opfer der Umstände – oder gab es auch hausgemachte Schwierigkeiten?

WEHR: Diese Krisen haben alle Flughäfen getroffen, ganz besonders die Regionalen. Friedrichshafen stand damit nie allein. Das hat uns geprägt, aber es gehört zum Luftverkehr dazu. Was uns auszeichnet: Wir konnten mit diesen Situationen umgehen und haben gemeinsam mit den Gesellschaftern immer Lösungen gefunden, die auch eine gewisse Nachhaltigkeit hatten.

Welche Entscheidung würden Sie heute anders treffen?

WEHR: Puh, das ist eine der schwierigsten Fragen. Selbstkritisch betrachtet – und ich glaube, das bin ich – würde ich mir manchmal wünschen, dass ich schneller reagiert und schneller agiert hätte. Aber die Vergangenheit kann man nicht verändern. Wichtig ist: Der Flughafen hat jetzt eine super Grundlage. Mit Air Unicon, die innerdeutsch fliegen, haben wir einen sehr guten Partner gewonnen. Ich kenne die Leute dahinter, das ist........

© Südkurier