Europas Kampf ums Geld
In Brüssel gab es jahrelang den berühmten Club der Sparsamen. So wurde der lose Kreis jener Länder genannt, die in der Europäischen Union als Nettozahler traditionell auf Ausgabendisziplin drängen, darunter Deutschland, die Niederlande, Schweden, Dänemark und Österreich. Neuerdings aber wollen sie nicht mehr so heißen. Sie bezeichnen sich heute lieber als „Modernisierer“. Mit dem neuen Titel soll betont werden, dass diese Staaten nicht nur weniger Geld ausgeben, sondern die vorhandenen Mittel auch anders einsetzen wollen.
Beim „Mehrjährigen Finanzrahmen“ (MFR) führten die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel am Freitag eine „Orientierungsdebatte“, wie es hieß. Sie ist besonders heikel angesichts gestiegener Energiekosten, höherer Verteidigungsausgaben und des schwachen Wirtschaftswachstums auf dem Kontinent. Wie viel Geld sollte die EU für ihre Aufgaben von 2028 bis 2034 haben – und woher........
