Der Streit zwischen Sánchez und Trump: Ein Konflikt, der beiden nützt
Beim Finale der Weltmeisterschaft bahnte sich auch abseits des Fußballfelds ein Showdown an. Darauf hofften zumindest die Fotografen im Stadion. Zwei Stunden mussten sie warten, dann bekamen sie ihr erhofftes Bild: Auf der Ehrentribüne hinter Panzerglas schüttelten sich US-Präsident Donald Trump und Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zur Begrüßung die Hände. Die Szenen passten kaum zu den Schlagzeilen der letzten Zeit. Noch beim Nato-Gipfel vor zwei Wochen hatte derselbe amerikanische Präsident Spanien als „schrecklichen Nato-Partner“ beschimpft, dem Land mit Handelsbeschränkungen gedroht und Madrid öffentlich vorgeführt.
Trump ärgert sich, dass die Südeuropäer das Nato-Ziel von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigungsausgaben ablehnen und den Vereinigten Staaten Stützpunkte im Iran-Krieg verweigerten. Sánchez dagegen profiliert sich seit Monaten als einer der schärfsten europäischen Trump-Kritiker. Er scheint sich in........
