menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Wie Hitze und Dürre den Menschen am Bodensee vor fast 500 Jahren zu schaffen machten

12 0
yesterday

Mensch und Natur am Bodensee leiden nicht zum ersten Mal unter Hitze und Dürre. Besonders markant aber war das Jahr 1540, denn jener Sommer blieb in jeder Hinsicht denkwürdig. Mitteleuropa wurde für rund elf Monate in den Subtropengürtel einbezogen. Eine bislang nicht gekannte Dürre breitete sich aus, die Temperaturen sprangen mutmaßlich über die 40-Grad-Celsius-Marke.

Woher wir das wissen? In fast allen größeren Städten des Bodenseeraums und darüber hinaus hielten zeitgenössische Chronisten dieses Ereignis fest. Sie gaben ihm den Namen „der heiße Sommer“. In Überlingen sprach man sogar vom „überheißen Sommer“. 

Schon der Februar war damals viel zu mild

Das warme Wetter begann 1540 schon im Februar; März, April und Mai waren vorwiegend sonnig und extrem trocken; Juni, Juli und August sehr heiß und sehr trocken; September, Oktober und November immer noch sehr warm und trocken.

Welche Folgen hatten Hitze und Dürre für den Bodensee? Der Pegel fiel auf einen extrem niedrigen Stand. Bäche und einige Seezuflüsse führten kein Wasser mehr. Teiche, Weiher und Brunnen trockneten ebenfalls aus. Mit Wasser musste überall sehr sparsam umgegangen werden. Man konnte das auf einer Insel gelegene Lindau........

© Südkurier