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„Gott wäre das Leben langweilig, wenn ich immer dasselbe anziehen müsste“

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13.06.2026

Hallo Herr Bernschneider, lassen Sie uns über das Problemthema Männer und Stil sprechen. Wann kam Ihnen die Idee zu Ihrem neuen Buch „100 Staple Pieces - die Wunschliste des modernen Gentleman“?

BEN BERNSCHNEIDER: Das hat sich organisch ergeben. Mit dem Thema bin ich auf Instagram vor Jahren eingestiegen. Lustigerweise hat der Ullstein-Verlag davor einen Roman von mir auf Eis gelegt, stattdessen wollten sie eben dieses Sachbuch machen. Und dann habe ich mich hingesetzt und eineinhalb Jahre geschrieben.

In Ihrem Buch versammeln Sie 100 Ihrer Meinung nach unverzichtbare Stücke einer Herrengarderobe – von der Barbour-Jacke übers Hawaii-Hemd bis zum Weekender. Was davon braucht man unbedingt?

BERNSCHNEIDER: Das kann man gar nicht so sagen. Wenn der Männermodewelt in Deutschland etwas fehlt, ist das der Eklektizismus. Das ist auch okay, denn man muss sich nicht für Mode interessieren. Aber wer gerne auch mal – wie es Frauen übrigens ständig tun – in andere Rollen schlüpfen will, der kann das mit unterschiedlichster Kleidung tun. Bei Männern gilt allerdings oft, wenn sie eine Jeans und ein Hemd gefunden haben, dann gehen sie mit dem Look eine Art monogame Beziehung ein. Das war's dann – für immer! Ich würde aber grundsätzlich niemandem sagen, was das Beste oder das Wichtigste ist. Ich würde beispielsweise einem Menschen, der nicht gerne Anzug trägt, nie zu einem Anzug raten. Viele verbinden Anzug mit Arbeit und Spießigkeit und lehnen ihn schon darum ab. Das ist eigentlich schade. Denn der Anzug ist für mich das........

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