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Herr Weckbach, Sie sind Mister Marienschlucht. Haben Sie nie ans Aufgeben gedacht?

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26.03.2026

Herr Weckbach, Ende März wird die Marienschlucht wiedereröffnet. Gab es in den elf langen Jahren seit der Schließung auch einmal einen Moment, in dem Sie dachten: Das erlebe ich nicht mehr? 

MATTHIAS WECKBACH: Es gab schon Situationen, in denen wir hart gerungen haben mit den Behörden, vor allem mit dem Naturschutz. Aber insgesamt haben wir immer eine tolle Lösung gefunden. Aber nur mit den gemeinsamen Interessen ist jetzt auch dieses Ergebnis daraus geworden. Da bin ich total froh, und ich hätte mich nicht über die lange Zeit engagiert, wenn ich nicht die Hoffnung gehabt hätte, dass es klappt. Wichtig ist aber auch noch etwas anderes: Es gibt nicht den einen, der da das Verdienst hat. Es ist das Verdienst aller, auch des Naturschutzes. Daher nochmals ganz herzlichen Dank an alle. 

Es war aber schon auch so, dass sich durch die vielen Auflagen der Bau erheblich verzögert und verteuert hat. 

WECKBACH: Ja. Wir mussten strenge Zeitfenster für das Bauen einhalten, unter anderem wegen der Brutzeit der Wanderfalken. Wenn wir im vorletzten Winter sechs Wochen mehr gehabt hätten, hätten wir schon zu Ostern 2025 eröffnen können. Und die Mehrkosten durch Gutachten, Zeitverzögerungen und Ausgleichsmaßnahmen liegen bei über 200.000 Euro. Das ist schon erheblich. Aber es hat sich gelohnt. Natürlich tut jeder Euro weh, und die Verzögerung war für den einen oder anderen, der gerne schon ein Jahr früher durch die Schlucht gehen wollte, vielleicht nicht so schön. Aber das Gesamtergebnis spricht für sich. Das war nicht Tourismus gegen Naturschutz, sondern ein großes gemeinsames Projekt. 

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