Positives anerkennen und weniger mäkeln: Das sagen die CDU-Politiker Kerstin Mock und Simon Pfluger
Das Gespräch mit Kerstin Mock, Sprecherin der CDU-Fraktion, und Simon Pfluger, CDU-Stadtrat im Markdorfer Gemeinderat und Ortsvorsteher in Ittendorf, findet auf dem jüngst eingeweihten Ittendorfer Dorfplatz statt. Und es beginnt mit dem Thema Windenergie. Zu dem die CDU-Fraktion ja bereits klare Stellung bezogen habe, erklärt Pfluger: „Wir haben im Markdorfer Gemeinderat angekündigt, dass wir den Prozess positiv begleiten werden.“ Für den Bau von Windkraftanlagen spreche: Sie verbrauchen weniger Fläche als Freiflächen- oder Agri-Photovoltaikanlagen. Hinzu komme: „Unter Volllast produzieren Windräder mehr Energie als PV-Anlagen – sogar dort, wo die Windhöffigkeit gering ist, so wie im Bodenseekreis“, argumentiert Pfluger. Und noch etwas spreche für die Windkraft: „Laut Statistik gleichen Windräder zum Teil die Mindereinspeisungen der Sonnenenergie aus.“ Die Einnahmen, die Windkraftanlagen dem städtischen Haushalt bescheren, seien nicht zu vernachlässigen.
Alle Argumente müssen auf den Tisch
Kerstin Mock betont: „Sämtliche Argumente müssen erst auf den Tisch, bevor ein grundsätzlicher Beschluss gefasst wird.“ Es sei aber auch nicht die Stadt, sondern der Investor, der abwägt, ob die ausgewiesenen Vorrangflächen überhaupt geeignet sind. Den von den Freien Wählern vor der Sommerpause eingebrachten Antrag auf einen Bürgerentscheid zum Thema Windkraft sieht Mock skeptisch. Sie befürchtet, dass der Bürgerentscheid mehr Spaltung in der Stadtgemeinschaft bringt, als ein fachlich begleiteter Informationsdialog.
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