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Am Flughafen fällt es auf: Warum ist unser Reisepass rot, andere aber grün, blau oder schwarz?

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21.07.2026

So ein Ausweis ist immer auch ein ästhetisches Erlebnis, sorgen doch neben Wappentieren und Meisterwerken der Herrschaftsarchitektur allerlei optische Zauberstückchen für Aufsehen. Kippbilder, Hologrammstreifen, leuchtende Buchstaben: Bei so viel kreativer Pracht läge es nahe, auch den Umschlag mit reizvollen Motiven aufzuhübschen. Reisepässe zum Beispiel könnten sich als Werbefläche eignen für die Besonderheiten ihrer jeweiligen Nation, mit einem stolzen Eiffelturm für die Franzosen oder dem Matterhorn für die Schweiz. Ein Pass in knalligem Pink müsste doch Furore machen!

Am Flughafen kann man nach solchen Exemplaren aber lange suchen. Von Island bis Südafrika, von Chile bis nach Japan sind Reisepässe im Wesentlichen gleich. 125 Millimeter hoch, 88 Millimeter breit, der Name des ausstellenden Staates, das Wort „Reisepass“ in der jeweiligen Landessprache, mitunter zusätzlich auf Englisch: Vielfalt sieht anders aus. Das hat seinen guten Grund. Denn seit 1998 gibt es vereinheitlichte Richtlinien, festgelegt von der International Civil Aviation Organization (ICAO). Diese den Vereinten Nationen angehörende Organisation spricht zwar nur Empfehlungen aus. Regierungen sind aber gut beraten, diese auch zu befolgen: Wer nämlich seine Staatsbürger mit extravagant gestaltetem Pass in die Welt schickt, darf sich nicht wundern, wenn diese unterwegs regelmäßig in Schwierigkeiten geraten. Grenzbeamte haben gegenüber Normabweichungen einen ausgeprägten Argwohn.

Und doch, auch Reisepässe unterscheiden sich. Manche Details sind winzig, etwa die abgerundeten Ecken, die den ordnungsliebenden Deutschen und Schweizern das Einstecken in Passhüllen erleichtern sollen. In Großbritannien und Frankreich hält man das für überflüssig. Auffälliger ist schon die Farbe. Zur Auswahl stehen hier Rot, Grün, Blau und Schwarz, wobei........

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