50 Jahre Geschwister-Scholl-Schule: Wie Konstanzer einen besonderen Ort erleben
Hunderte Menschen ziehen über den Schulhof der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule, aus den Räumen dringen Musik und Stimmen. Für Wolfgang Müller-Fehrenbach ist das Jubiläumsfest ein vertrautes Bild. Er war 1976 der Gründungsrektor der damaligen Kooperativen Gesamtschule. Schon bei deren Eröffnung war das Haus voller Menschen. Nur lief nicht alles nach Plan.
Mikrofone und Lautsprecher waren vorbereitet. Doch der Architekt hatte der Schule Wellensittiche geschenkt. Während der Festreden machten sie so viel Lärm, dass kaum ein Wort zu verstehen war. „Es war ein schöner Festakt, aber eigentlich lief er nicht so wie geplant“, sagt Müller-Fehrenbach und lacht.
50 Jahre später ist die Schule noch immer groß und für Neuankömmlinge schwer zu durchschauen. Doch wer hier lernt, gelernt hat oder sich engagiert, beschreibt sie ähnlich: Aus dem fremden Gebäude wird ein vertrauter Ort, manchmal ein Stück Heimat.
1976: Ein bis ins Detail geplanter Aufbruch
Was bei der Eröffnung nach außen chaotisch wirkte, sei im Inneren genau durchdacht gewesen, sagt Müller-Fehrenbach. Er und seine Mitstreiter wollten die Schule fortwährend weiterentwickeln. Sie trafen sich regelmäßig, hinterfragten Abläufe und wollten „an allen Stellschrauben ständig drehen“.
Für jedes Kind sollte es ein passendes Angebot geben. Deshalb bekamen Musik, Kunst und Sport viel Raum. Diesen Ehrgeiz erkennt Müller-Fehrenbach bis heute. 2005 verließ er die Schule. „Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen“, sagt er bei seiner Rückkehr. Manche Räume sehen anders aus. Das Gefühl, hier........
