Hospizdienst-Chefin Dorothea Flaig weiß: „Viele Menschen treibt das Thema Sterben um“
Dorothea Flaig ist 61 Jahre alt, diplomierte Pädagogin und arbeitet seit Oktober 2016 im ambulanten Hospizdienst Hochrhein. Sie ist eine von vier Koordinatorinnen des ambulanten Hospizdienstes. Im Interview spricht sie über die Arbeit des Hospizdienstes und das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Frau Flaig, was bedeutet das Wort Hospiz?
DOROTHEA FLAIG: Die moderne Hospizbewegung (hospitium - lat. Herberge) sieht sich in der Tradition derjenigen Herbergen, die ab Ende des vierten Jahrhunderts entlang der Pilgerrouten in ganz Europa entstanden sind und die gleichermaßen gesunden und kranken Pilgern Gastfreundschaft boten. An diese „Herbergen“ knüpft die moderne Hospizbewegung symbolisch an, indem sie Orte schaffen will, an denen schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg versorgt und begleitet werden, damit sie an ihrem Lebensende in Würde Abschied nehmen können. Pionierinnen im Umgang mit Sterbenden und in der hospizlichen Versorgung waren Elisabeth Kübler-Ross (1926 bis 2004) und Cicely Saunders (1918 bis 2005).
In Tiengen wird demnächst ein stationäres Hospiz eröffnet. Was macht dagegen ein ambulanter Hospizdienst?
FLAIG: Ein stationäres Hospiz ist ein Haus, in dem sterbende Menschen ihre letzte Lebenszeit verbringen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienst machen sich auf den Weg zu den Menschen, also dort, wo sie wohnen – in die private Häuslichkeit, in Pflegeheime oder manchmal in Krankenhäuser.
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79761 Waldshut-Tiengen Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis
