Neue Führung für die Patenkompanie: Wechsel in Hilzingen beim Jägerbataillon
Seit nunmehr 48 Jahren besteht eine enge Verbundenheit der 2. Kompanie des Jägerbataillons 292 mit ihrer Patengemeinde Hilzingen. Dies zeigt sich nicht nur darin, dass die Kompanie immer wieder zu Arbeitseinsätzen in den Hegau kommt, sondern auch, wenn ein Wechsel des Kompaniechefs ansteht. Dieser Übergabe-Appell findet stets in Hilzingen statt. Und so säumten auch vor wenigen Tagen die 150 Soldaten der in Donaueschingen stationierten Truppeneinheit den Dorfplatz, als der Kommandeur des Jägerbataillons 292, Oberstleutnant Oliver Kästner, die Führung der Patenkompanie an Hauptmann Lennart Lörper übertrug.
Bataillonschef hebt Einsatzbereitschaft der Soldaten hervor
Die Beziehung zwischen der Patenkompanie und Hilzingen sei eine lebendige Partnerschaft, betonte Hilzingens Bürgermeister Holger Mayer. Er dankte den Soldaten für die Unterstützung bei vielerlei Anlässen und Aktionen. „Egal ob beim Volkstrauertag oder beim Zeltaufbau an Kirchweih – wir können immer auf Euch zählen“, so das Gemeindeoberhaupt. Diese Patenschaft sei etwas Besonderes, ein Fels im Sturm des Wandels der Zeit, bekräftigte auch Kästner: „Gerade heute brauchen wir eine solche Kontinuität“.
Lob für Leistungsstärke und Einsatzwille
Den Kompanie-Angehörigen bestätigte der Bataillonschef Leistungsstärke und Einsatzwille: „Ihr seid eine gefechtsstarke Kompanie. Mali, Bosnien, Afghanistan und zuletzt Kosovo – Ihr habt Euch bei allen Einsätzen bewährt.“ Die Bundeswehr stelle sich derzeit auf neue Arten der Kriegsführung ein. Es gelte, kämpfen zu können, um nicht kämpfen zu müssen. Darauf habe Major Vadim Lorenz als ihr Kompaniechef die Einheit während der vergangenen zwei Jahre hervorragend ausgerichtet. „Well done, das haben Sie gut gemacht. Sie sind ein fordernder und fördernder Offizier und ein exzellenter Ausbilder“, so Kästners Wertschätzung für den scheidenden Kompaniechef.
Hilzingen hat seit 48 Jahren eine Patenkompanie. Ursprünglich wurde die Patenschaft mit einer Kompanie des Panzergrenadierbataillons 292 eingegangen und nach der Bildung des Jägerbataillons 292 übernommen. Das in Stetten am kalten Markt und in Donaueschingen stationierte Jägerbataillon 292 mit 900 Soldaten besteht aus fünf Kompanien. Die Hilzinger Patenkompanie, die 2. Kompanie des Bataillons, ist in Donaueschingen stationiert. Das Jägerbataillon gehört zur Deutsch-Französischen Brigade. Es stellt Kräfte für die Bündnis- und Landesverteidigung und Eingreifoperationen und hat eine besondere Befähigung zum Einsatz in urbanem und sonstigem schwierigem Gelände. Die Jäger gehören zu den Kampftruppen.
Lörper übernimmt Kompanieführung in der Kaserne
Vadim Lorenz, dessen zukünftige Hauptaufgabe in der Rekrutenausbildung besteht, ging in seinen Abschiedsworten insbesondere auf den zurückliegenden KFOR-Einsatz im Kosovo ein. „Sie haben die Aufträge mit höchster Leistungsbereitschaft, Professionalität und Herzblut ausgeführt“, dankte er den Angehörigen der „Zwoten“ für die Loyalität, die Kameradschaft, die professionelle und respektvolle Zusammenarbeit, die tägliche Einsatzbereitschaft und das ihm entgegengebrachte Vertrauen.
Kästner hegte keinerlei Zweifel daran, dass der neue Kompaniechef, Hauptmann Lennart Lörper, Lorenz' große Fußstapfen ausfüllen werde. Lörper sei kein „Neuer“, sondern ein Kind der Kompanie. Er kenne sie, das Personal und die Ausbildungsplanung. „Sie können Gas geben“, so Kästner. Der Musikverein Hilzingen umrahmte musikalisch sehr stimmig den Übergabeappell und beendete ihn mit der Nationalhymne.
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