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Mit Technik vom Bodensee wollen Astronomen das Geheimnis der Schwarzen Löcher lösen

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10.07.2026

Sie sind die rätselhaftesten Gebilde im ganzen Universum: die Schwarzen Löcher. Jede Materie und auch Licht, das ihnen zu nahe kommt, wird gnadenlos in ihr Inneres gezogen, ihr Hunger scheint unersättlich. Manche haben die millionenfache Masse unserer Sonne geschluckt und andere fressen sich gegenseitig auf. Dann gibt es einen gewaltigen Wumms im All, und Gravitationswellen werden freigesetzt. Die sind für die Astrophysiker dank ihres Informationsgehalts so interessant, dass man ihnen Messgeräte baut, die ebenso faszinierend sind wie die Schwarzen Löcher selbst. Und wenn ein solcher Auftrag am Bodensee umgesetzt wird, dann schlagen Stolz und Erfinderfreude weitere Wellen.

Genau das ist diese Woche beim Raumfahrtzulieferer Space Tech (STI) in Immenstaad passiert. Die europäische Raumfahrtagentur Esa hat STI mit dem Bau des bisher einmaligen Lasermesssystems für ihre Wissenschaftsmission Lisa (Laser Interferometer Space Antenna) beauftragt. Das Neuartige an der Sache: Bisher kam man Gravitationswellen von Schwarzen Löchern durch bodengebundene Systeme auf die Spur. Verlegt man diese aber ins All, kann man den Grusel-Giganten noch viel feinfühliger nachspüren. Davor sorgen die Spezialisten von STI. Die Fachwelt schaut künftig also nach Immenstaad. Noch einige Jahre........

© Südkurier