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Thorsten Gulde übernimmt das Kommando über alle Feuerwehrabteilungen

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13.03.2026

Das große Schiff der Freiwilligen Feuerwehr Stetten am kalten Markt fährt wieder in ruhigerem Fahrwasser. Mit überwältigender Mehrheit kürten die Aktiven in geheimer Wahl Thorsten Gulde zu ihrem neuen Gesamtkommandanten. Mit ebenso deutlicher Mehrheit wurden Holger Severit und Alexander Arnold zu Guldes erstem und zweitem Stellvertreter gewählt.

Thorsten Gulde und Holger Severit waren im vergangenen Herbst in die Bresche gesprungen, als es im Zusammenhang mit der Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs für die Abteilung Frohnstetten während einer öffentlichen Gemeinderatssitzung zu einem Streit unter den Feuerwehrleuten gekommen war, in dessen Verlauf der amtierende Gesamtkommandant Thomas Straub seinen sofortigen Rücktritt und Austritt erklärt hatte. Dem Duo war es in dieser schwierigen Situation gelungen, „den ganzen Laden zusammenzuhalten“, wie in der Versammlung mehrfach betont wurde. Dies quittierten die Anwesenden nicht nur einmal mit Beifall. Zwar steht die offizielle Bestätigung des neuen Kommandos durch den Gemeinderat noch aus, doch dies dürfte in der kommenden Sitzung nur noch Formsache sein.

Lob und Anerkennung für Thomas Straub

Die Versammlung der Gesamtwehr, durch die Thorsten Gulde und Holger Severit souverän führten, verlief äußerst harmonisch. Dass man auch dem zurückgetretenen Gesamtkommandanten für seine vielfältigen Verdienste dankbar sei, brachten Bürgermeister Maik Lehn, Kreisbrandmeister Michael Reitter und Thorsten Gulde mehrfach deutlich zum Ausdruck: „Wer Thomas Straub kennt, weiß, was er alles bewegt hat“, attestierte Gulde, während das Gemeindeoberhaupt hervorhob, dass Thomas Straub „sehr, sehr gute Arbeit geleistet“ habe. Wie alle Redner nutzte Lehn die Gelegenheit, der geballten Kraft der anwesenden Einsatzkräfte für ihren ganzjährigen Dienst zum Schutze der gesamten Bevölkerung ganz herzlich zu danken.

Schon lange davor hatte die Versammlung ausgiebig Rückschau auf ein einsatzreiches Jahr gehalten, in dem die aktuell 136 Aktive umfassende Truppe bei 60 Einsätzen (davon 37 Brandeinsätze und 33 technische Hilfeleistungen) auf Trab gehalten wurde. Während Schriftführer Peter Klett das Einsatzspektrum ausführlich Revue passieren ließ, ging Thorsten Gulde verstärkt auf die Ausbildung der Truppe ein, bei der zahlreiche Kameraden mit Erfolg an Lehrgängen und Fortbildungen teilgenommen hatten. Gulde versäumte es nicht, die Anschaffung zweier neuer Einsatzfahrzeuge hervorzuheben, für die „die Gemeinde mehr als 500.000 Euro locker gemacht“ habe: „Damit sind wir auf dem aktuellen Stand der Einsatztechnik“, lobte Gulde.

Nach dem Kassenbericht von Eric Löffler nahmen die geheimen Wahlen einige Zeit in Anspruch, die von der Feuerwehrkapelle glänzend überbrückt wurde. Als das neue Kommando die Glückwünsche der Versammlung entgegengenommen hatte, nahm ein wahrer Beförderungs- und Ehrungsmarathon breiten Raum ein.

Die neuen Chefs hatten alle Hände voll zu tun, den frisch beförderten Einsatzkräften ihre Urkunden auszuhändigen und die neuen Schulterklappen aufzusetzen. Kreisbrandmeister Michael Reitter und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Jürgen Bossert kam die Ehre zu, verdiente Kameraden auszuzeichnen und für ihren langjährigen Einsatzdienst zu würdigen. Für stolze 40 Jahre Dienst bekamen Adolf Hafner, Michael Klaus, Klaus Rebholz und Joachim Lemke das goldene Feuerwehrehrenzeichen. Silber ging für 25 Jahre an Christoph Letsch, während Janik Quarleiter für 15 Jahre mit Bronze ausgezeichnet wurde. Quarleiter war es auch, der mit seinem Bericht aus der Jugendfeuerwehr und deren Aktivitäten für viel Beifall und anerkennende Worte aller Redner gesorgt hatte. Eine besondere Ehre wurde Rudolf Ruf und Jürgen Klaus zuteil, die von Jürgen Bossert mit der Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet wurden.

Mit Grußworten von Vertretern verbündeter Feuerwehren sowie mahnenden Worten des Ehrenkommandanten Wolfgang Neusch ging die Versammlung zum gemütlichen Teil über. Neusch zeigte wenig Verständnis für den Streit des vergangenen Herbstes, der für viel Aufsehen gesorgt habe: „Wenn nach intensiven Diskussionen unsere demokratisch gewählten Gremien zu einem mehrheitlichen Beschluss kommen, muss dieser auch eingehalten und nicht im Nachhinein korrigiert werden“, sagte er. Alles andere schade der Wehr: „Ich wünsche mir, dass wir zur alten Stärke zurückkehren und zum Wohl unserer Gemeinde gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Neusch unter tosendem Beifall der Versammlung.

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