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Wo die Wände zu klingen beginnen - ein Musik-Salon für Radolfzell

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11.03.2026

Wer die Räume des Radolfzeller Vereins Klangkultur in der Straße „Hinter der Burg“ betritt, verlässt die Gegenwart. Bisher war es allein die Musik, die bei den klassischen Konzerten des Vereins die Mauer des Alltags einriss und das Publikum in vergangene Jahrhunderte entführte. Doch nun wird die Zeitreise auch visuell fortgeschrieben.

Unter den Pinselstrichen des Kunstmalers Adrian Rovatkay scheinen die Wände des einst nüchternen Konzertraums durchlässig geworden zu sein und eine Geschichte zu erzählen. Man meint nun, das Flackern von Kristalllüstern zu spüren oder das Rascheln von Seide zu hören. Und Besucher können sich in eine Zeit zurückversetzen lassen, die längst der Vergangenheit angehört. Denn wer die neu gestalteten Räume betritt, der kann wie die Besucher der feinen Wiener Salons im 18. Jahrhundert nachfühlen.

Vom Salon des Adels hin zum Konzertsaal des Bürgertums

In der Zeit der Wiener Klassik waren die Salons oft private Refugien des Adels. Die Kammermusik wurde hier für einen ganz exklusiven Kreis komponiert und aufgeführt. Die klassische Musik stand aber auch immer in einem historischen Kontext: Wien war ein Schmelztiegel der klassischen Musik. Komponisten wie Mozart, Haydn und Beethoven lebten zeitweise gleichzeitig in der........

© Südkurier