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Eingesperrtes Mädchen: Prozess gegen Mutter hat neu begonnen

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09.02.2026

Sie ging nur auf Zehenspitzen, hatte Gleichgewichtsstörungen. Treppensteigen fiel dem Mädchen schwer, es war stark verängstigt: Als die Achtjährige am 23. September 2022 von Polizei und Jugendamt aus einem Haus in Attendorn im Sauerland befreit wurde, litt sie laut späterer Diagnose von Medizinern unter psychischen, körperlichen und sozial-emotionalen Störungen. In Attendorn soll die Mutter ihr Kind seit dem 15. Juli 2015 - mehr als sieben Jahre lang - versteckt und komplett isoliert haben. Im Haus der Großeltern, die das Treiben ihrer Tochter laut Anklage aktiv unterstützten.

In dem Fall werden nun erschütternde Details mit schweren Folgen bis heute für das Mädchen bekannt. Im neu gestarteten Prozess gegen die Mutter ist die Liste der Vorwürfe lang: Misshandlung von Schutzbefohlenen, Körperverletzung, die Verletzung von Fürsorge- und Erziehungspflichten, Entziehung Minderjähriger, Freiheitsberaubung.

Die Mutter habe ihr Kind mit „böswilliger Vernachlässigung“ schwer geschädigt, schildert Staatsanwältin Christina Lukas bei Anklageverlesung. Die Großeltern der heute........

© Südkurier