„Dachten, das geht nicht“: Trotzdem steht jetzt ein zerbrochener Spiegel auf der Bregenzer Seebühne
Spiegelglatt ist an diesem herrlichen Frühlingstag nicht nur der Bodensee. Hoch ragt auch eine Spiegelwand aus dem Wasser. Sie ist das neue Bühnenbild für das Spiel auf dem See der Bregenzer Festspiele. Giuseppe Verdis „La Traviata“ hat hier im Juli Premiere, nun war Bühnenrichtfest. Das Besondere an dem riesigen Spiegel: Er ist zerbrochen. Aus 86 Splittern besteht er, etwa die Hälfte von ihnen lassen sich bewegen. Denn wie immer bei den Bregenzer Festspielen ist die Bühne nicht bloß eine statische Spielfläche, sondern selbst Akteur. Sie bewegt sich, dient als Projektionsfläche für Videos oder bietet Plattformen für die Auftritte der Sänger und Sängerinnen.
Die Idee mit dem Spiegel kam von dem Regieteam Damiano Michieletto (Regie) und Paolo Fantin (Bühne). Er steht symbolisch für die Zerbrechlichkeit der Hauptfigur Violetta, einer Kurtisane, die........
