Defekte Bahnschranke blockiert vorübergehend die Konstanzer Fahrradstraße
Wenn sich die Schranken in Konstanz-Petershausen schließen, rollt manch Einheimischer mit den Augen. Denn aus Erfahrung wissen viele, dass die Schließzeit zur Sicherung des Bahnübergangs zu oftmals längerem Warten führt. Doch am Donnerstagmorgen, 16. April, blieben die Halbschranken am Vormittag dauerhaft unten. Der Grund war – wie aus der Bundespolizeiinspektion Konstanz zu erfahren war – eine technische Störung. Techniker der Deutschen Bahn waren gegen Mittag vor Ort und arbeiteten an der Behebung des Problems.
Während Autofahrer vorübergehend den Bahnübergang nicht passieren konnten, schlängelten sich Fußgänger und Radfahrer am Mittag noch an den geschlossenen Halbschranken vorbei. Davon rät die Bundespolizei dringend ab, wie ein Beamter im Telefonat mit dem SÜDKURIER nochmals deutlich machte. Ein herannahender Zug könne zu spät oder gar nicht wahrgenommen werden. Zudem haben die Lokführer kaum eine Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen und schon gar nicht auszuweichen, wenn sich doch noch eine Person auf die Schienen verirrt. Das wurde nicht zuletzt durch einen tödlichen Unfall im Juli 2023 in Petershausen auf tragische Weise klar, als ein Radfahrer die geschlossenen Halbschranken ignorierte und von einem Zug erfasst wurde.
Währenddessen war die Pressestelle der Deutschen Bahn zunächst nicht in der Lage, den Grund für die Arbeiten an der geschlossenen Schranke zu erklären oder darüber zu informieren, wie lange die Störung vermutlich andauern wird. Als SÜDKURIER-Redakteurin Sandra Bonitz am späten Nachmittag vor Ort war, waren keine Techniker mehr zugegen. Auch die Schranken waren geöffnet und der Verkehr konnte wieder – wie gewohnt – fließen.
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