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Auf Umwegen oder gar nicht ans Ziel: Wie gut kommen Rollstuhlfahrer in Konstanz zurecht?

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26.07.2026

Menschen ohne Mobilitätseinschränkung können überall in Konstanz unterwegs sein. Rollstuhlfahrer indes stoßen auf manche Hürden. Der SÜDKURIER hat mit Stephan Grumbt eine Runde durch die Altstadt gedreht, um die Barrierefreiheit zu checken. Bei dem ehrenamtlichen Inklusions- und Behindertenbeauftragten wurde 1997 Multiple Sklerose diagnostiziert, seit 2008 sitzt Grumbt selbst im Rollstuhl.

Die Tour startet am Kaiserbrunnen auf der Marktstätte. Hier pulsiert das Leben: Fußgänger, Fahrradfahrer, Menschen mit Kinderwagen, Rollator, Roller oder E-Scooter beanspruchen die Fläche. Nach einem kurzen Austausch über den selbst mit dem Auto sehr rumpeligen Fischmarkt kündigt Grumbt an: „Sie werden über die Vielzahl der Pflastersteine staunen“.

Wie rollstuhlfahrerfreundlich ist Konstanz? Lob gibt es für das Rosgartenmuseum

Von der Marktstätte führt die Tour zunächst in die Rosgartenstraße. Am Rosgartenmuseum fällt eine fest installierte Rampe mit Zu- und Abfahrtsmöglichkeit von zwei Seiten ins Auge. „Das Rosgartenmuseum ist ein Spezialfall“, lobt der Inklusionsbeauftragte. Um ins Café im Innenhof zu gelangen, muss Stephan Grumbt einen Umweg durch Teile der Ausstellung fahren.

Zurück in der Rosgartenstraße fällt auf, dass Zweiradnutzer selten absteigen und Fußgänger Grumbts Rollstuhl allenfalls minimal ausweichen. Immerhin ein Paketbote manövriert den voll bepackten Wagen zur Seite. Der Großteil der Läden ist ebenerdig zugänglich.

Ähnliche Verhaltensweisen begegnen ihm in der engen Passage der Oberen Augustinergasse: „Wenn kein Platz ist, fahren die Radler. Wenn viel Platz ist, auch“, stellt der Rollstuhlfahrer........

© Südkurier