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Trotz des kühlen Wetters! Viele Menschen zieht es zum Verkaufsoffenen Sonntag nach Stockach

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29.03.2026

Bei kühlen sieben Grad, meist grauem Himmel und teils unangenehmen Wind war in Stockach von Frühlingserwachen nicht viel zu spüren. Dennoch zog es am verkaufsoffenen Sonntag viele Menschen in die Innenstadt. Die Parkplätze vor dem Möbelparc Stumpp waren weitgehend voll, auch vor dem Raiffeisen Markt und dem angrenzenden Discounter gab es nur wenige freie Plätze. Wer mit dem Zug kam, konnte zunächst einen Abstecher auf den Flohmarkt vor dem Aach-Center machen, dann unterhalb der Kirchhalde Süßes oder Gegrilltes konsumieren, um schließlich gestärkt die Kirchhalde zu erklimmen und die Oberstadt zu besuchen.

Dort zeigte sich ein Bild, das sich die Verantwortlichen der Stadt viel öfter wünschten: flanierende Menschen, die ihren Sonntagsspaziergang in die Stockacher Innenstadt verlegt hatten und entspannt durch die Stadt schlenderten. Immer wieder standen Grüppchen lachend und erzählend beisammen.

Vielseitiges Angebot für Kinder

Das Kinderschminken im Honold-Haus zog viele Kinder an, während andere Spaß beim Drehen am Glücksrad der Stadtwerke hatten. Es gab zusammenfaltbare Einkaufsbeutel, Handyhalterungen, Bandana-Tücher, Malbücher und Seifenblasen zu gewinnen. Erstaunlich viele Kinder entschieden sich für ein Malbuch und Buntstifte.

Vor der Seekunst präsentierte Nadine Maurer Produkte regionaler Kunsthandwerker und Hersteller wie Hindelwanger Honig, Stockacher Fruchtaufstriche, Schnäpse aus heimischem Obst und Eierlikör. Oft kämen Touristen, um Mitbringsel aus Stockach oder der Region zu erwerben, erzählte sie. „Oder die Verwandtschaft ist verzogen und man schickt ein Päckchen vom Bodensee.“ Im Laden sei immer mal ein Regal frei, wer Interesse habe, seine Produkte anzubieten, dürfe sich gerne melden, warb sie.

Gegenüber freute sich Barbara Dorn-Steinhilber über regen Zuspruch in ihrem Modehaus Dorn. In den drei Tagen zuvor seien viele Stammkundinnen gekommen, um vom 20 Prozent Rabatt zum verkaufsoffenen Sonntag zu profitieren. „Am Sonntag sind eher Auswärtige da“, sagte sie.

Einzelhändler zeigen sich zufrieden

Bei Marco Moden herrschte ebenfalls viel Betrieb, einige Männer begleiteten ihre Frauen, andere zogen es vor, gemeinsam draußen zu warten. Der frische Wind trieb auch zahlreiche Frauen ins Wundervoll zu Anja Schmidt. Manuela Martin von Sport Martin hatte ebenfalls alle Hände voll zu tun und auch bei Herrenmoden Moser war einiges los. Er sei sehr zufrieden, sagte Wolfgang Moser.

Alle paar Meter gab es etwas zum Essen. Max Knoll hatte Tische vor der Metzgerei aufgestellt. Einige Menschen setzten sich, viele nahmen die Grill- oder Currywurst auf die Hand mit. Auch bei den Aktiven Laufnarren und den Schalmeien Weibsen Stockach gab es Herzhaftes, während die Turn-Mädchen vom Turnverein Zizenhausen leckere Waffeln backten. Neun Schüsseln waren um 15 Uhr schon leer, sodass bei den Eltern Teig nachgeordert werden musste.

Wer sich auskannte, steuerte frühzeitig den Stand des Eintracht-Chores an. „Hier gibt es die besten Kuchen und Torten“, sagte ein wartender Mann lachend. Die meisten nähmen etwas für zuhause mit, stellten die Chorfrauen fest.

Auch Infostände vertreten

Doch der Verkaufsoffene Sonntag hatte mehr zu bieten als Einkäufe und Verzehrstationen: Es gab allerlei Informationen. Der Förderverein Ablachtalbahn präsentierte die Biber-Bahn. Einige hätten nachgefragt, wann diese täglich fahren werde. Die Antwort „ab 2032“ habe sie enttäuscht. Die Flyer mit dem aktuellen Fahrplan gingen aber sehr gut weg, freuten sich die Vereinsvertreter.

Vor der Metzgerei Bechler bildete sich eine kleine Menschentraube. Drinnen zeigte Thilo Schöll eine Schauzerlegung vom Rind, dann Special Cuts und die Verarbeitung von Maishähnchen. Seine Frau Monika Schöll sagte: „Wir wollen die Hintergründe erklären, das Handwerk vorstellen und den Metzgerberuf transparenter machen.“ Aktuell seien sie gut mit Lehrlingen aufgestellt, sodass sie ihnen die Gelegenheit geben wollten, Erfahrungen im Kundenkontakt zu sammeln. Die jungen Auszubildenden übernahmen an diesem Tag den Speisenverkauf.

Letzter Tag im Honold-Haus

Die Stockacher Künstlerin Christel Neumann hatte ihre Bilder im ganzen Haus verteilt und mit stilvoller Beleuchtung in Szene gesetzt. Sie arbeitete vor interessiertem Publikum an einem weiteren Bild und ließ sich dabei zu Material und Technik befragen. Viele Besucher nutzten die letzte Gelegenheit, die Fotos mit Stadtansichten zu betrachten oder ihre Ideen zur Gestaltung der Innenstadt auf dem großen Stadtplan darzustellen.

Claudia Ladwig Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis

78333 Stockach Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis

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