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Bermatingen soll noch schöner werden

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12.04.2026

Noch voll im Gang ist die Sanierung des Bereichs Bahnhof-/Schulstraße, schon plant die Gemeinde einen weiteren Abschnitt im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung, um sich rechtzeitig Fördergelder zu sichern. Schwerpunkt ist erneut der Ortskern der Gemeinde und hier die Bebauung entlang der Ortsdurchfahrt.

Städtebauliche Mängel und Missstände sollen behoben, das zukünftige Gebiet durch städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen aufgewertet und neu geordnet werden. Auch durch private Modernisierungs- und Ordnungsmaßnahmen will man das Ortsbild stärken und Wohnraum sichern. Untergenutzte Freiflächen und leer stehende Gebäude seien zu aktivieren, schadhafte und nicht mehr zeitgemäße Bausubstanz durch Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahme zu ertüchtigen.

Im Rahmen des Sanierungsgebiets „Ortskern“ konnte die Gemeinde in den vergangenen Jahren wesentliche Ziele zur Aufwertung der Ortsmitte erreichen. Neben einigen geförderten privaten Sanierungsmaßnahmen wurde insbesondere die Neugestaltung der Erschließungs- und Freiflächen im Bereich Bahnhof-/Schulstraße umgesetzt. Weiterhin wurde das historische Bahnhofsgebäude inklusive Vorplatz zur Sicherung der städtebaulichen Ziele der Gemeinde erworben. Nachdem das Gebäude nicht mehr als Ausweichmöglichkeit für Einrichtungen der Schule in Betracht gezogen werden muss, steht es aktuell zum Verkauf.

Qualitätscheck deckte Schwachstellen auf

Hilfreich war hier der vor wenigen Monaten vorgenommene Qualitätscheck des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Schwachstellen innerhalb des Ortskerns wurden hier aufgedeckt und Empfehlungen ausgesprochen, die als Grundlage für Verbesserungen dienen können.

Um in den Genuss von Fördergeldern zu kommen, fordert das Landesministerium ein gesamtörtliches sowie ein gebietsbezogenes Entwicklungskonzept mit Begründungen für das künftige Sanierungsgebiet, mit dem die Gemeinde an die bisherigen erzielten Erfolge anknüpfen möchte. Beide Konzepte sollen unter maßgeblicher Beteiligung der Bürger entstehen.

LBBW Immobilien soll Angebot abgeben

Wegen der bisherigen positiven Erfahrung und erfolgreichen Zusammenarbeit bat die Gemeindeverwaltung die bisherige Sanierungsträgerin, die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH, ein Angebot für die Erstellung der beiden Konzepte und des Neuantrags abzugeben.

Rechnungsamtsleiter Ivo Willamowski ging im Gemeinderat auf die Details ein. Zunächst müssten die Arbeiten im derzeitigen Sanierungsgebiet abgeschlossen sein. Ohne Städtebauförderung kann das neue Projekt, Sanierung Ortskern II, nicht umgesetzt werden. „Wenn wir das Entwicklungskonzept bis Mitte 2026 erarbeiten, könnten wir im Herbst den Förder-Antrag stellen. Bis voraussichtlich Pfingsten 2027 wird entschieden, ob wir ins Förderprogramm aufgenommen werden oder nicht.“

Zuversicht bei Zusammenarbeit

Allerdings dämpfte er allzu große Hoffnungen auf eine sofortige Zusage: Beim letzten Antrag habe es auch mehrere Anläufe bedurft. Zuversichtlich ist er, was die Zusammenarbeit mit der LBBW betrifft. Der Sachbearbeiter macht einen sehr kompetenten und engagierten Eindruck. Der Angebotspreis für die Erstellung der Entwicklungskonzepte und des Neuantrags beträgt 52.360 Euro. Die Bürgerbeteiligung, die in dem Angebot nicht enthalten sei, werde auf Nachweis nach Stunden abgerechnet.

Gemeinderätin Angelika Bernhardt-Welte, CDU, erkundigte sich, ob der Betrag auch in die Förderung eingehe. Die Sanierungs-Beratungen seien förderfähig, aber die Voraussetzungen für die Aufnahme gingen immer auf Kosten der Gemeinde, so Bürgermeister Martin Rupp. Der Gemeinderat stimmte der Beauftragung der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH schließlich einstimmig zu.

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