Muss Thorsten Frei für den Kanzler büßen?
Es sind wilde Tage bei den Konservativen in Deutschland. Seit der Leihmutter-Affäre und dem davon ausgelösten Sturz von Jens Spahn wird die CDU durchgerüttelt. Im Fokus: der Bundeskanzler. Der Umbau seiner Ministermannschaft ist Friedrich Merz völlig entglitten. Die gesamte Partei redet über nichts anderes. Von Chaos ist die Rede, davon, dass seine Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind. Im Präsidium muss er sich vorwerfen lassen, dass man eine Partei nicht per Basta-Beschlüssen wie ein Unternehmen führen könne.
Am Mittwoch könnte sich der Sturm abschwächen oder noch stärker werden. Thorsten Frei steht zur Wahl für die Nachfolge Spahns als Chef der Fraktion. Wie viel Prozent bekommt Frei?, ist die Frage, die die CDU bewegt. Werden es weniger als 80 Prozent, heißt es, muss Merz‘ bisheriger Kanzleramtsminister für die Fehler seines Chefs büßen. Frei ginge mit einer schweren Hypothek in sein Amt. Um über alle Zweifel erhaben zu sein und die Debatte zu beenden, müsste er über 90 Prozent auf sich vereinen. Ausgang offen.
Auch in der CSU gibt es Irritation über den Kanzler
Die Frage der Fragen beschäftigt auch die Schwesterpartei CSU. Die Bundestagsabgeordneten treffen sich zur Klausur auf Kloster Banz........
