Keine Hautkrebsvorsorge oder weniger künstliche Knie – welche Chancen haben die Sparvorschläge?
Noch während Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und ihre Expertenkommission die Sparvorschläge vorstellten, trudelten am Montagnachmittag die ersten Reaktionen von Verbänden und Interessengruppen ein. Jede Stellungnahme enthielt wortreiche Erklärungen darüber, warum an einer Stelle keinesfalls gekürzt werden darf, aber an anderer Stelle schon. Ein Überblick über die Wahrscheinlichkeit einzelner Maßnahmen.
Verpflichtende Zweitmeinung vor Knie- und Hüftoperationen
In Deutschland werden mehr künstliche Knie und Hüften eingesetzt als in anderen Industrieländern. Für spezialisierte Kliniken sind diese Eingriffe ein Gewinnbringer. Eine Operation kostet mehrere tausend Euro. Die Experten schlagen vor, dass davor ein zweiter Arzt konsultiert werden soll, um zu prüfen, ob die OP tatsächlich notwendig ist. Das kostet 84 Euro. Am Ende wird nach dem Willen der Reformfachleute aber weiter die Entscheidung des Patienten stehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Vorschlag umgesetzt wird, ist hoch. Damit lässt sich viel Geld sparen, aber ohne dass SPD und CDU/CSU den Patienten wehtun müssen, weil der Entschluss bei ihnen verbleibt. Auf Chirurgen und Orthopäden kommen allerdings mehr........
