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Piloten am Boden: Konstanzer Modellflieger sind seit 75 Jahren auf Kurs Richtung Himmel

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02.07.2026

Die „Nordkap 3.0“ gleitet grazil durch die Luft über dem Bettenberg zwischen Wollmatingen und Dettingen. Das Modellflugzeug mit einer Flügelspannweite von drei Metern sieht vom Boden aus wie ein echter Segelflieger. Der Pilot steht allerdings am Boden der 130 Meter langen Graspiste, anstatt selbst in der Luft zu sein. Uli Fischer folgt jeder Bewegung mit den Daumen an den Steuerknüppeln. Neben ihm beobachtet Nathaniel Höfer den Flug. Was für Außenstehende mühelos aussieht, ist das Ergebnis von Erfahrung, Technik und Leidenschaft.

Peter Herr, Vorsitzender des Flug- und Schiffsmodellbauvereins Konstanz, erklärt: „Jeder Flug startet am Boden: Modell prüfen, Akku kontrollieren, Windrichtung einschätzen, Sender einschalten.“ Und dann kommt der Genuss: „Wahrscheinlich ist es der uralte Menschheitstraum des Fliegens“, so Herr. „Und die Faszination, dass Gerätschaften durch die Luft gleiten.“

Schon seit der Gründung des Vereins im Jahr 1951 – also vor 75 Jahren – traf man sich auf dem Bettenberg zum Fliegen, allerdings auf einem östlich gelegenen Hügel. Nach dem Abzug der französischen Besatzungstruppen wurde das Gelände als Truppenübungsplatz aufgegeben.........

© Südkurier