Von Amts wegen zuständig, von Herzen dagegen: Bärbel Bas und die Sozialreformen
Zerbricht an ihr die Bundesregierung, womöglich schon bald? Bremst sie die Reformen aus, die die Wirtschaft jetzt für unverzichtbar hält? Muss Kanzler Friedrich Merz diese Frau schleunigst aus dem Kabinett werfen, wie es CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach fordert? Sollte sie selbst zurücktreten, was ihr Tunnelbau-Unternehmer Martin Herrenknecht nahelegt?
An Bärbel Bas, soviel ist sicher, scheiden sich die Geister. Für ihre Fans verkörpert sie den puren, linken Kern der SPD. Doch schon wenn ihr Name fällt, schwillt bei ihren Kritikern die Zornesader. Mit Aussagen wie der, dass es keine Einwanderung in die Sozialsystem gebe, sorgt die SPD-Chefin nicht nur im konservativen bis rechtspopulistischen Spektrum für Empörung. Selbst im eigenen Lager erntet sie Widerspruch. Als Sigmar Gabriel, ein Vorgänger an der Parteispitze, diese Woche von TV-Talker Markus Lanz gefragt wurde, ob es denn nun Einwanderung ins Sozialsystem gebe, fiel seine Antwort knapp aus. „Na klar“. Eine schallende Ohrfeige für Bas, die längst betont hatte, sie sei sich der Probleme sehr wohl bewusst.
Rede zu gesellschaftlicher Vielfalt sorgt für neuen Zündstoff
Neuen Zündstoff lieferte die 58-jährige Ministerin für Arbeit und Soziales nun mit ihrer Rede beim Aktionstag „Zusammenhalt und Vielfalt“. Wörtlich sagte sie: „Wir wollen Farbe bekennen und wehren uns auch gegen dieses sogenannte Einheitsgrau oder – ich will es sogar braun nennen – auch wenn manche sich sogar sehnen danach.“ Und betonte weiter, Zuwanderer würden nicht nur als Fachkräfte gebraucht, sondern,........
