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Schongau und Stade: Die gefährliche Flut der „Geisterwaffen“

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10.07.2026

Die Bluttaten von Stade und Schongau werfen viele Fragen auf. Eine besonders beunruhigende lautet: Ist es in Deutschland wirklich so einfach, an eine Schusswaffe zu kommen? Laut Staatsanwaltschaft hatte der Beschuldigte von Stade (45), der dringend verdächtigt wird, in einer niedersächsischen Jugendhilfeeinrichtungen sechs Menschen getötet zu haben, die Tatwaffe Tage zuvor für 4000 Euro auf dem Berliner Kurfürstendamm gekauft. Beim Amoklauf im oberbayerischen Schongau, bei dem zwei Mädchen schwer verletzt wurden, war der 16-jährige mutmaßliche Täter dagegen mit einer offenbar mittels 3D-Druck hergestellten Pistole bewaffnet, erworben angeblich im „Darknet“. Beide Fälle zeigen bei allen Unterschieden ein wachsendes Problem. Ob auf den Straßen der Städte oder in den Tiefen des Internets: Schusswaffen werden in immer größerer Zahl angeboten.

„Berlin ist absoluter Hotspot“

Benjamin Jendro von der Gewerkschaft der Polizei in Berlin verfolgt die Entwicklung seit Jahren und mit zunehmender Sorge. Unserer Redaktion sagte er: „Wir beobachten leider eine Waffenschwemme in unserem Land.“ Dass der mutmaßliche Schütze von Stade die verwendete Pistole, eine Beretta Modell 70 samt Munition, ausgerechnet in der deutschen........

© Südkurier