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Ein Traditionsfest fehlt 2026. Jetzt klafft eine Lücke im Konstanzer Veranstaltungskalender

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27.03.2026

„Ich habe eine schlechte Nachricht“, sagt Marcus Glöckler, Veranstalter des Konstanzer Suserfests. Er macht eine kurze Pause und fährt dann fort: „Das Suserfest findet in diesem Jahr nicht statt. Es macht eine Pause.“ Im vergangenen Jahr fand die Traditionsveranstaltung zum 50. Mal statt. Warum wird jetzt pausiert?

Weniger Platz auf dem Augustinerplatz

„Die Augustiner-Garage wird saniert“, erklärt Marcus Glöckler. Die Tiefgarage befindet sich unter dem Augustinerplatz, dem Austragungsort des Festes. Einige würden jetzt sagen: Ja und? Doch so einfach ist es nicht. Aufgrund der unterirdischen Bauarbeiten stehen die oberirdischen Flächen des Augustinerplatzes nur eingeschränkt zur Verfügung, bestätigt die Pressestelle der Stadt Konstanz. Bereits vor Wochen wurden dort Bauzäune aufgestellt.

„Deshalb wurde mit dem Veranstalter des Suserfests einvernehmlich besprochen, das Fest in diesem Jahr entweder in kleinerer Form auf dem bisherigen Augustinerplatz oder alternativ auf dem Münsterplatz durchzuführen“, erklärt Elena Oliveira von der Pressestelle auf SÜDKURIER-Nachfrage.

Auf der Suche nach einem anderen Festplatz

„Mit viel Glück wären die Bauzäune bis zum Suserfest-Termin weg, aber das Risiko gehe ich nicht ein“, sagt Marcus Glöckler. Der Münsterplatz als Veranstaltungsort habe zwar Charme, aber: „Es ist ein kaltes Schattenloch“, findet er. Außerdem gebe es ein weiteres Problem: „Die Fläche ist gebogen wie eine Eierschale“, beschreibt der Veranstalter. Wie sollten dort die Stände aufgebaut werden? Das wäre ein großer Aufwand, stellt Glöckler fest. Außerdem sei ein Sicherheitskonzept erforderlich. „Das wären etwa 11.000 Euro Mehrkosten“, schätzt er.

Grundsätzlich wäre auch der Stadtgarten möglich, aber auch hier würde ein professionelles Sicherheitskonzept benötigt. Diese Zusatzkosten für ein einmaliges Ereignis, bis das Suserfest wieder an den Stammplatz Augustinerplatz zurückkehren kann, „macht keinen Sinn“, stellt Marcus Glöckler fest. Auch das Gelände Klein Venedig sei im Gespräch gewesen, eigne sich jedoch nicht für die relativ kleine, gemütliche Veranstaltung. „Klein Venedig ist weit weg vom Schuss und zu groß“, schildert Marcus Glöckler, der Bodanplatz wiederum zu klein.

„Das Suserfest macht in diesem Jahr Pause“, hat Marcus Glöckler nach reiflichen Überlegungen entschieden. „Trotzdem ein großes Dankeschön an die Stadt, dass sie geholfen hat, eine Lösung zu suchen.“ Und er denkt schon an das Jahr 2027, denn dann soll es mit dem Festreigen wie gewohnt weitergehen.

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