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„Das haben wir nicht verdient“: Das sagen Genossen aus der Region zur SPD-Krise

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25.03.2026

Eigentlich ist Hans-Peter Storz schon auf dem Weg in die große Freiheit. Mit Ende der Legislaturperiode scheidet der SPD-Abgeordnete des Wahlkreises Singen mit 66 Jahren aus dem Landtag aus. Doch die Lage seiner Partei verdüstert derzeit Storz‘ Stimmung. Seine Nachfolgerin im Wahlkreis, Giuliana Ioannidis, hat wie viele andere SPD-Kandidaten im südlichen Baden-Württemberg kein Mandat errungen. Die 5,5 Prozent, mit denen die SPD es gerade noch in den baden-württembergischen Landtag schaffte, die Niederlage in Rheinland-Pfalz - all das, was da mit seiner SPD passiert, ist für Storz „ein Schlag ins Gesicht“, wie er dem SÜDKURIER sagt. „Ich denke mir: Das haben wir nicht verdient.“

Kommenden Montag wollen die Sozialdemokraten im Landkreis Konstanz zusammenkommen, um die Wahlergebnisse aufzuarbeiten. Storz hat so eine Ahnung, woran es gelegen haben könnte: Auch daran, dass selbst SPD-Mitglieder ihre Zweitstimme den Grünen gegeben haben, um Manuel Hagel als Ministerpräsident zu verhindern. „Selbst Leute, die mit mir im Wahlkampf unterwegs waren, haben das gemacht“, sagt Storz. Im alles überragenden Duell zwischen dem grünen und dem schwarzen Spitzenkandidaten zogen die kleineren Parteien den Kürzeren, mit der Analyse ist Storz nicht allein. Aber dazu kamen auch hausgemachte Probleme: Die Entenpasteten-Affäre von SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch, dem Storz allerdings nicht die Hauptschuld zuschreiben mag. „Andi Stoch ist einer, der auch mal einen Witz macht und sicher kein Gourmet, das passt überhaupt nicht zu ihm“, sagt Storz.

SPD verliert........

© Südkurier